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Luzerner Theater | Maria Stuart

«Gewalt nur ist die einz’ge Sicherheit.» Schillers packendes Trauerspiel, das mit seiner kraftvollen und lebensnahen Inszenierung jeden in seinen Bann zieht.

Rhetorische Raffinesse
Historisch hat sie nie stattgefunden, die Begegnung zwischen der schottischen Königin Maria und der englischen Regentin Elisabeth – aber Schiller führt die beiden Kontrahentinnen zu einem Rededuell zusammen, einem Wortgefecht, das durch seine hinreissende Kraft, seine rhetorische Raffinesse als ein Meisterwerk der Weltliteratur gilt. Ein formvollendetes Historiendrama, ein Markstein menschlicher Seelenforschung und ein packendes Politstück gleichermassen.

Zwischen Staatsraison und persönlichen Skrupeln
Elisabeth, die stolze Beherrscherin eines Weltreichs, hat ihre Kontrahentin wegen angeblichen Hochverrats festgesetzt. Dennoch wagt sie nicht, das Todesurteil zu unterschreiben, denn Maria ist gefährlich und unantastbar zugleich: von royalem Blut, weiss sie die katholischen Fürsten Europas hinter sich und hat mit ihrer Anmut selbst im engsten Beraterkreis Elisabeths mächtige Fürsprecher. So wird die englische Königin mehr und mehr selbst zur Gefangenen. Gekettet an die Zwänge ihres Staatsapparats und an die Einsamkeit der Macht, zerrissen zwischen Staatsraison, persönlichen Skrupeln, religiösen Machtspielen und falschen Beratern unterzeichnet Elisabeth schliesslich den Blutbefehl.

Inszenierung
Sabine Auf der Heyde, geboren 1979 in Hongkong, studierte Regie an der New York University. Neben diversen Regiearbeiten am Deutschen Theater in Berlin ­inszenierte sie in den vergangenen Spielzeiten u.a. am Staatsschauspiel Dresden und am Nationaltheater Weimar. «Maria Stuart» ist ihre erste Regiearbeit am Luzerner Theater und in der Schweiz.

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