Zürich bekommt einen neuen, ungewöhnlichen Klang: Rund 80 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren stehen erstmals gemeinsam auf der Bühne des Opernhauses – nicht als Chor oder Statist, sondern als eigenständiges Orchester. Das neu gegründete Kinderopernorchester bringt frischen Wind in die traditionsreiche Zürcher Institution am Sechseläutenplatz.
Die Jugend erobert die Opernbühne
- Publiziert am 4. Mai 2026
Konzerte des Kinderopernorchesters:
Pfingstmontag, 25. Mai, 11.15 Uhr, Opernhaus Zürich (Premiere)
Montag, 1. Juni, 11.00 Uhr, Opernhaus Zürich (Schulvorstellung)
Samstag, 13. Juni, 19.00 Uhr, Stadthaus Winterthur
Donnerstag, 18. Juni, 11.00 Uhr, Opernhaus Zürich (Schulvorstellung)
Sonntag, 21. Juni, 17.00 Uhr, Stadthalle Dietikon
Sonntag, 28. Juni, 18.00 Uhr, Sechseläutenplatz, Vorprogramm «Opernhaus für alle»
Premiere mit Zukunft
Was auf den ersten Blick wie ein mutiges Experiment wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis monatelanger Arbeit. Junge Musiker:innen aus dem gesamten Kanton Zürich haben sich intensiv mit dem Opernrepertoire auseinandergesetzt – darunter Ausschnitte aus Carmen und Hänsel und Gretel. Begleitet wurden sie dabei nicht nur von ihren Musikschulen, sondern auch von Profis des Opernhauses Zürich. Das Ergebnis dieses Engagements ist bald live zu erleben: Am 25. Mai 2026 feiert das Kinderopernorchester sein offizielles Debüt am Opernhaus Zürich – ein Moment, in dem die jungen Musiker erstmals den grossen Klangkörper vor Publikum entfalten.
Grosser Opern- Klangkörper
Das Besondere: Die Kinder tauchen direkt in die Welt der Oper ein. Sie proben mit Originalwerken, erleben den Orchesteralltag aus nächster Nähe und wachsen Schritt für Schritt in einen grossen Klangkörper hinein. Dabei geht es um mehr als musikalische Präzision – es geht um das gemeinsame Hören, das Aufeinander-Reagieren und das Entwickeln eines kollektiven Ausdrucks. So entsteht ein Orchester, das nicht nur spielt, sondern versteht, was es bedeutet, Teil eines Ganzen zu sein. Ein pädagogisches Projekt mit künstlerischem Anspruch – und ein Zeichen dafür, wie lebendig und zugänglich klassische Musik dank dem nötigen Engagement der Erwachsenen sein kann.

