Seit drei Jahren übergibt Alfons Karl Zwicker seinen künstlerischen Vorlass etappenweise an die Kantonsbibliothek Vadiana. Notizbücher, Tonaufnahmen und Skizzen geben Einblick in eine Arbeitsweise zwischen Musik und bildender Kunst, die nun systematisch archiviert und zugänglich gemacht wird. arttv.ch hat den St.Galler Komponisten zu Hause besucht und mit ihm über sein zyklisch aufgebautes Werk, seine künstlerische Denkweise und die zentrale Rolle der bildenden Kunst in seinem Schaffen gesprochen.
Alfons Karl Zwicker – Zwischen Klang, Kunst und Komposition
Der St.Galler Komponist und Maler übergibt seinen künstlerischen Vorlass der Vadiana – und eröffnet seltene Einblicke in sein Denken und Schaffen.
Alfons Karl Zwicker (*1952) ist Komponist und Maler aus St.Gallen. Er begann seine Laufbahn als bildender Künstler und stellte zwischen 1973 und 1980 mehrere Werke aus. Parallel dazu studierte er Klavier in Winterthur und Zürich sowie Komposition bei Rudolf Kelterborn an der Musik-Akademie Basel. Ab den 1980er-Jahren war Zwicker als Interpret Neuer Musik und Liedbegleiter tätig und gründete 1987 in St.Gallen das IGNM-Musikpodium Contrapunkt, das er bis 1993 leitete. Seit 1990 arbeitet er als Komponist. Seine Ausbildung ergänzte er unter anderem durch einen Meisterkurs bei Edison Denissow sowie ein Arts-Management-Studium an der Universität Basel. Zwickers Werk umfasst instrumentale und vokale Musik bis hin zu Opern. Es ist geprägt von präziser Struktur und der Auseinandersetzung mit existenziellen Themen. Literarische und poetische Texte sowie bildende Kunst bilden zentrale inhaltliche Bezugspunkte.