Die Lenzburgiade begleitet ihr Publikum unter freiem Himmel stimmungsvoll in den Sommer. Seit 2008 verbindet das Festival auf Schloss Lenzburg und in der Altstadt hochkarätige Klassik, Folk und Weltmusik mit einzigartiger Atmosphäre. Das diesjährige Programm reicht von orchestralem Mundart-Pop über irische Klangwelten bis hin zu Tango, Scottish Folk und Familienkonzerten. Unser Tipp: Dominik Flückiger, der mit Schwyzerörgeli, Funk und grooviger Volksmusik musikalische Grenzen sprengt.
Wo Musik auf Geselligkeit und Atmosphäre trifft
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Die Lenzburgiade wurde im Jahr 2008 gegründet und ist ein internationales Open-Air-Festival für Klassik und Weltmusik. Seit 2011 findet sie alljährlich in der Juniwoche zur Sommersonnenwende auf Schloss Lenzburg und im Zentrum (Metzgplatz) des mittelalterlichen Städtchens Lenzburg im Herzen des Kantons Aargau statt.
Vielfältiges Programm
Bei der diesjährigen Lenzburgiade treten zahlreiche nationale und internationale Musiker:innen sowie Ensembles auf, die ein breites musikalisches Spektrum abdecken. Den Auftakt bildet die Eröffnungsgala, bei der Patti Basler den «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Sans moderiert. Das Werk wird von Solist:innen des Rahn Kulturfonds aufgeführt. Ebenfalls im Rahmen der Eröffnung präsentiert die Sängerin Sina ihre bekannten Mundarttitel, die sie gemeinsam mit dem argovia philharmonic in orchestraler Fassung interpretiert. Im Anschluss rückt die klassische und kammermusikalische Musik in den Fokus. Der Geiger Daniel Hope gestaltet zusammen mit dem Air-Ensemble das Programm «Irish Roots», das sich der irischen Musiktradition widmet. Ergänzt wird dieser Bereich durch den Pianisten Oliver Schnyder, der gemeinsam mit dem Kammerorchester «Tempi» Werke von Mozart, Beethoven und Schubert aufführt. Einen stilistischen Wechsel markiert das Ensemble «Sonico», das sich dem Tango-Repertoire von Astor Piazzolla und weiteren Komponisten widmet. Im Familienkonzert steht wiederum ein erzählerischer Zugang im Mittelpunkt: Die Geschichte von Ferdinand, der Stier wird musikalisch umgesetzt. Am Metzgplatz in der Altstadt liegt der Schwerpunkt auf Weltmusik. Dort treten unter anderem das Ensemble Constantinople, die schottisch inspirierte Gruppe KinnarisQ sowie das Taraf Syriana Ensemble mit Musik aus der Roma-Tradition auf und zeigen unterschiedliche musikalische Einflüsse aus verschiedenen Regionen. Ergänzend dazu verbindet Dominik Flückiger in seinem Projekt «Kinimode» Schweizer Volksmusik mit modernen Stilrichtungen wie Funk und Groove. Den Abschluss des Programms bildet das Finale mit der Band «trava» und der Musikerin Moira, das den Festivalabschluss musikalisch gestaltet.