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Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung | Portrait | Jos Näpflin

Der erste Gewinner des neu geschaffenen Werkjahres ist der Künstler Jos Näpflin.

Zum ersten Mal haben die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden 2019 ihr Werkjahr ausgeschrieben. Das alle zwei Jahre an Kunstschaffende aus der Zentralschweiz verliehene und mit CHF 50'000.- dotierte Stipendium ging für das Jahr 2020 an den in Zürich wohnhaften Jos Näpflin (*1950, Wolfenschiessen NW). Im Anschluss an das Werkjahr wird der Künstler eine Ausstellung im Nidwaldner Museum Stans mit den neu entwickelten Arbeiten zeigen.

Die Jury setzt sich aus den drei ständigen Mitgliedern Stefan Zollinger (Leiter Nidwaldner Museum; Jurypräsident), Gabriela Christen (Stiftungsrätin), Patrizia Keller (Stv. Leiterin Nidwaldner Museum) und den beiden Expertinnen Edit Oderbolz (Künstlerin, Basel) und Annamira Jochim (Kuratorin Benzeholz – Raum für zeitgenössische Kunst Meggen) zusammen.

Jos Näpflin – Werkjahr 2020
Die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden sind vor drei Jahren eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem die Schaffung eines sogenannten Werkjahres, das in diesem Jahr Premiere feiert. Eine fünfköpfige Jury hat aus 44 Bewerbungen Jos Näpflin (*1950 in Wolfenschiessen, lebt und arbeitet in Zürich) für das Werkjahr 2020 ausgewählt. Seit anfangs Jahr arbeitet der Künstler intensiv an der (Weiter-)entwicklung neuer Arbeiten, die er im Frühling 2021 in seiner Einzelausstellung im Nidwaldner Museum in Stans präsentieren wird. Seit den frühen 1980er Jahren schafft Jos Näpflin ein reichhaltiges Werk, das sich in unterschiedlichen Medien, in bildhaften, skulpturalen und installativen Anordnungen mit Raum, Wahrnehmung, Welt und letztlich mit der Suche nach Identität auseinandersetzt. Im Bericht der Jury heisst es dazu: «Stets pointiert und mit der nötigen Portion Humor greift er aktuelle brisante Themen auf. Sein Werk wirkt frisch und jung. (…) Sehen und Denken gehen im Werk von Jos Näpflin Hand in Hand. Ideen werden mittels Materialien konkretisiert, in eine Form gebracht, um dann wieder bei der Betrachterin oder dem Betrachter Gedanken herauszufordern. Die Materialien, seien es Gebrauchsgegenstände wie Wecker, Messer, Spanngurte oder speziell angefertigte Objekte, werden zu Botschaftsträgern. Sie werden gezielt ausgewählt, um sich mit dem aktuellen Weltgeschehen oder mit der Geschichte auseinanderzusetzen.»

Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung
Das Werkjahr wird in der Regel alle zwei Jahre an eine Künstlerin, einen Künstler oder eine Künstlergruppe aus den Zentralschweizer Kantonen vergeben. Diese oder dieser muss aus dem Bereich der bildenden Kunst kommen und professionell tätig sein. Im Anschluss an das Werkjahr findet jeweils eine Ausstellung im Nidwaldner Museum in Stans statt, die das künstlerische Schaffen und die Arbeiten, die während des Werkjahrs entstanden sind, abbilden soll. Die fünfköpfige Fachjury für das Werkjahr 2020 setzte sich zusammen aus den drei ständigen Mitgliedern Stefan Zollinger (Leiter Nidwaldner Museum; Jurypräsident), Gabriela Christen (Stiftungsrätin), Patrizia Keller (Nidwaldner Museum, Kuratorin für Kunst) und den beiden Expertinnen Edit Oderbolz (Künstlerin, Basel) und Annamira Jochim (Kuratorin Benzeholz – Raum für zeitgenössische Kunst Meggen).

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