Eines der Werke von Maya Rochat

Prix Mobilière 2019 | Maya Rochat

Mit 30 000 Franken ehrt die Mobiliar die in Lausanne lebende Künstlerin.

Maya Rochat (*1985 in Morges) arbeitet radikal assoziativ mit eigenen und fremden Bildfragmenten, die sie in spektakulären Rauminstallationen in Szene setzt. Ausgangsmaterial ihrer Werke sind Fotografien, die sie intensiv bearbeitet – verzerrt, bemalt, zerstört, rekonstruiert und schichtet – und so über die Schwelle zur Malerei führt.

Shape of Light
«Inspiriert von der Energie des Heavy Metal schafft Maya Rochat verdichtete Werke mit suggestiven, gesättigten Bildern, die gängige Interpretationscodes untergraben und die gewohnten Wahrnehmungsweisen der Betrachter stören», so Stefano Stoll, Direktor des Festival Images in Vevey. Er hatte Rochat für den diesjährigen Prix Mobilière nominiert. Maya Rochats Werke wurden bereits im Palais de Tokyo in Paris, im Kunsthaus Langenthal und in der Londoner Tate Modern ausgestellt. Dort realisierte Rochat im Herbst 2018 zusammen mit dem Pariser Soundkünstler Buvette die eindrückliche Liveperformance «Shape of Light». Vom 10. April bis Anfang September 2019 wird Maya Rochat am Direktionsstandort der Mobiliar in Bern im Rahmen der Reihe «Kunst & Nachhaltigkeit» mit einer Einzelausstellung gewürdigt.

Die Mobiliar Methode: Mit Kunst und Forschung Zukunft gestalten
Der Prix Mobilière hat auch eine gesellschaftliche Dimension – er zählt zum Gesellschaftsengagement der Mobiliar. Mit der Preisvergabe würdigt die Mobiliar in erster Linie Kunstschaffende, deren Arbeiten Anschlüsse an gesellschaftsrelevante Themen aufzeigen und damit entscheidende Impulse für das Verständnis unserer Zeit geben. Dieses Kriterium spielt eine entscheidende Rolle beim Auswahlprozess. «Wir sind überzeugt, dass uns Kreativität, Kunst und Forschung produktiv dabei unterstützen, unsere Zukunft positiv zu gestalten. Denn Zukunftsentwicklung braucht neue Impulse, neue Blickwinkel», erläutert Dorothea Strauss die Mobiliar Methode. «Diese Überzeugung lassen wir in alle unsere Gesellschaftsengagements einfliessen – in unsere Forschungs- und Kulturpartnerschaften genauso wie in unsere Engagements für Ökologie und Innovation.»

Die Jury
In der Jury waren: Daniel Baumann, Künstler, Burgdorf / Bice Curiger, Direktorin Fondation Vincent van Gogh, Arles / Eva Linhart, Kuratorin, Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main / Dorothea Strauss, Leiterin Corporate Social Responsibility, Mobiliar (Juryvorsitzende) / Patrick Tharin, Fachspezialist Werbung Vorsorge, Mobiliar / Christoph Vögele, Konservator, Kunstmuseum Solothurn / Bruno Zürcher, ehemals Mobiliar.

Die Nominierten
Folgende Künstler*innen waren in der engeren Wahl für den Prix Mobilière 2019: Natacha Donzé, Nina Haab, Andreas Hochuli, Lauren Huret, Tobias Kaspar, Kaspar Müller, Maya Rochat, Manon Wertenbroek.

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