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Nidwaldner Museum | Philipp von Matt

Nidwaldner Museum | Philipp von Matt

Mit der Ausstellung zum Werk des Architekten Philipp von Matt setzt das Nidwaldner Museum die 2015 begonnene Reihe von Architekturausstellungen fort.

In seiner ersten Werkausstellung gibt der 2017 in den renommierten Bund Deutscher Architekten (BDA) aufgenommene Architekt Einblicke in sein aktuelles Schaffen, das vom Bau von Atelierhäusern bis zu Ausstellungsgestaltungen reicht.

Philipp von Matt (1968) | Berufslehre (1985-1989) im Büro des Luzerner Architekten Markus Bayer. Lehrjahre in den Büros von Walter Rüssli und Werner Hunziker in Luzern. 1993 Anstellung bei Jean Nouvel in Paris. Verschiedene Zusammenarbeiten, u. a. mit Ove Arup & Partners und Suter+Suter Berlin, führen 1996 ins Büro Renzo Piano Building Workshop und zu seiner Funktion als Verantwortlicher des städtebaulichen Grossprojekts Potsdamerplatz Berlin, die von Matt bis 1999 ausübte. 2000 Eintrag in das Register A der Schweizer Architekten. Seit 2004 eigenes Architekturbüro in Berlin. Ab 2007 Ausstellungsgestaltungen für die Künstlerin Leiko Ikemura. 2016 Atelierhaus A27 und 2017 Atelierhaus 012 in Berlin. 2017 Aufnahme in den Bund Deutscher Architekten (BDA).

Einflüsse Innerschweizer Baukultur
Mit Philipp von Matt gewährt das Nidwaldner Museum erstmals Einblick in das Schaffen eines gereiften Architekten, das nicht ohne Einflüsse aus der Schweiz auskommt. Fernab von Stans ist in Berlin ein Werk entstanden, das auf intelligente Weise Erfahrungen und Erinnerungen mit der lokalen Innerschweizer Baukultur zu etwas Neuem verarbeitet. Kritiker erkennen im eigenen Atelierhaus, das aus der Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Lebenspartnerin Leiko Ikemura hervorging, sowohl den Ein­fluss traditioneller japanischer Architektur, als auch eine robuste und solide Materialität, an der die Handschrift des Schweizer Architekten erkennbar sei. Von Matt verarbeite das Material mit solcher Liebe zum Detail und Bewusstsein für die Benutzung, dass man sich umgehend an die unprätentiöse Einfachheit der traditionellen Häuser in den Schweizer Bergen erinnert fühle.

Wirkungsfeld Grossstadt
Das Museum erinnert mit dieser Ausstellung an die baukulturellen Beziehungen, die zwischen Nidwalden und Deutschland bestehen. Wie bereits Sepp Kaiser (1872–1945), der bis zu seinem Tod in Berlin wirkte und in Stans 1913 die sehenswerte Mettenwegkapelle ausbaute, wählte auch von Matt die Grossstadt als sein Wirkungsfeld.
Architekten wie Arnold Stöckli, Hans Reinhard, Claus Niederberger und Urs Vokinger, um nur einige zu nennen, hatten im deutschsprachigen Raum studiert und, zurück in der Schweiz, wichtige Impulse für ihr Schaffen aus dem Ausland mitgenommen.

Text: Nidwaldner Museum

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