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Museum Langmatt | Souvenirs, Souvenirs

Porzellanfigürchen, Postkarten, Keramik – eine Fülle kleiner Objekte weckt Begehrlichkeiten und Phantasie. Souvenirs zum Mitnehmen? Ausserdem zeigt die Ausstellung Werke zeitgenössischer Kunstschaffender, die sich mit dem Thema Souvenir auseinandersetzen.

Grosse Hommage an kleine Objekte
Mit dem Ohrwurm Souvenirs eroberte 1959 der amerikanische GI Bill Ramsey Platz 1 der deutschen Hitparade. In Anlehnung an seinen Song breitet die Ausstellung «Souvenirs, Souvenirs» eine Fülle kleinformatiger Objekte aus der Sammlung des Museums Langmatt aus. Spielerisch locken sie mit der Vorstellung, als Souvenirs klammheimlich mitgenommen zu werden: Porzellanfigürchen und asiatische Keramik, Silberlöffel und Teetassen, und warum nicht das eine oder andere Bildchen, etwa die zauberhaften Porträts von Pierre-Auguste Renoir? Weitere Meisterwerke im Miniaturformat von Eugène Boudin, Camille Corot und Edgar Degas bieten sich als hochkarätige Souvenirs an. Der Impressionismus wird überraschend handlich. Die Werke passen in jeden Hosensack, zumindest ohne Rahmen.

Zum Greifen nah
Die Langmatt zum Mitnehmen? Was im wirklichen Leben natürlich nicht möglich ist, zeigt sich augenzwinkernd in reicher Auslage: Nicht nur kleinformatige Objekte, sondern auch andere Überraschungen, die sonst noch als Souvenir dienen könnten, wecken Phantasie und Begehrlichkeiten. Aber auch echte Souvenirs, welche die Familie Brown von ihren weitläufigen Reisen mitbrachte, kommen ans Tageslicht, darunter selten gezeigte Gegenstände aus Ozeanien. Herzstück der Ausstellung ist ein Raum mit einem umlaufenden Regal auf Augenhöhe mit einer bunten Folge unterschiedlichster Objekte. Von ihren angestammten Vitrinen befreit, faszinieren sie mit überraschender Präsenz und Sinnlichkeit. «Die Langmatt zum Mitnehmen» wird zum Greifen nah und spielt mit dem Reflex, das schönste Stück einfach einzustecken.

Werke zeitgenössischer Kunstschaffender
Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler reflektieren ihre Sicht des Themas: Joëlle Flumet (*1971 in Genf, lebt in Zürich) vermittelt mit ihrer theaterartigen Videoinstallation Kleines, heimisches Theater einen Eindruck des einstigen und heutigen Lebens in der Langmatt. Johanna Bossart (*1977 in Brugg, lebt in Zürich) löst Motive aus impressionistischen Bildern und produziert sie als farbige Porzellanobjekte. Martin Volmer (*1974 in Hamburg, lebt in Schaffhausen) transformiert ornamentale Strukturen von Steinen und Kacheln der Innenausstattung der Langmatt in kleinformatige Bilder. Als echte Souvenirs können sie erworben werden, weshalb der zunächst unwahrscheinlich klingende Untertitel der Ausstellung – «Die Langmatt zum Mitnehmen» – wörtlich zu nehmen ist. Dazu trägt auch der Verein FabLab Zürich massgeblich bei: Objekte der Langmatt wurden eingescannt und mit einem 3D-Drucker als kleine Repliken geplottet. Sie sind ebenfalls als Souvenirs erhältlich.

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