Kunstszene | Barbara Marbot | Sind (kleine) Galerien noch zeitgemäss?

Der Begriff «Galeriensterben» macht in Kunstkreisen die Runde. Was ist das Rezept jener, die überleben?

Was muss eine kleinere oder mittlere Galerie in der heutigen Zeit bieten, um Erfolg zu haben? Und was ist aktuell überhaupt die Funktion einer Galerie für die Künstler*innen, die Sammler*innen, den Markt und die Gesellschaft? Diesen Fragen geht die engagierte Berner Galeristin und Ökonomin Barbara Marbot in ihrem neuen Sachbuch «Verhandlungssache Galerie – Sind kleine Galerien noch zeitgemäss?» nach.

Herzblut
2012 gründete die Buchautorin Barbara Marbot in Bern die Galerie da Mihi, 2017 übernahm sie die Räumlichkeiten des traditionsreichen Kunstkellers an der Gerechtigkeitsgasse. Anhand zahlreicher Theorien aus der Kunstgeschichte sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften, etwa von Brian O’Doherty oder Ulf Wuggenig, analysiert sie in «Verhandlungssache Galerie» in ungesehener Breite die Entstehungsgeschichte der modernen Galerie, beleuchtet deren Rolle in der Gegenwart – und liefert konkrete Vorschläge, wie sich ihre Position kulturpolitisch stärken liesse. Ergänzt wird die Publikation durch ein Vorwort der Herausgeberin Dolores Denaro, Kuratorin und ehemalige Leiterin des Centre Pasquart in Biel, sowie ein Nachwort der Kunstsammlerin Sabine Hahnloser Tschopp. Galeristin und Ökonomin, Kuratorin, Sammlerin: So unterschiedlich ihre Rollen im Kunstbetrieb sind, die Autorinnen machen deutlich, dass es einen gemeinsamen Nenner gibt für eine erfolgreiche Galerie: Herzblut.

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