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Kunsthalle Luzern | Barbara Gwerder | Mitten im Motiv

Kunsthalle Luzern | Barbara Gwerder | Mitten im Motiv

Barbara Gwerders ausdrucksstarke Malereien entstanden unter freiem Himmel auf 1800 Metern Höhe.

Mit der Ausstellung «Mitten im Motiv» zeigt die Kunsthalle Luzern eine Auswahl von Barbara Gwerders Werken erstmals in der Innerschweiz. Unter dem Titel «AlpStreich» hat die Zentralschweizer Künstlerin eine malerische Arbeit in der imposanten, schroffen Bergwelt des Muotatals (SZ) und der Gegend Ruosalp (UR) realisiert. Direkt vor Ort, über Wochen und Monate unter freiem Himmel.

Mit der Förderung hoch hinaus
Im Jahr 2015 gewann die Zentralschweizer Künstlerin Barbara Gwerder (*1967 im Kanton Schwyz, lebt und arbeitet in Herlisberg LU) den Prix FEMS der Fondation Edouard et Maurice Sandoz und erhielt ein Stipendium in der Höhe von CHF 100’000 für die Realisation ihres Projektes «AlpStreich». Dank dieser finanziellen Unterstützung konnte sie während mehr als einem Jahr ihre Zeit – teilweise unter schwierigen Wetterbedingungen – in der schroffen Bergwelt des Muotatals (Kanton Schwyz) und auf der Ruosalp (Kanton Uri) verbringen, wo sie in situ an ihrer Malerei arbeitete. In bis zu 1800 Meter Höhe entwarf sie – ausgerüstet mit Staffelei, MDF-Platten und Pinseln – grossformatige und ausdrucksstarke Malereien, die aus der unmittelbaren Erfahrung innerhalb der imposanten Berglandschaft entstanden sind.

Bergwelt im Museum
Im Nachgang dieses Projektes wird in der Kunsthalle Luzern erstmals in der Innerschweiz eine grössere Auswahl der entstandenen Malereien innerhalb einer Einzelausstellung zu sehen sein. Die mehrheitlich auf grossformatigen MDF-Platten und in Mischtechnik entstanden Malereien – insgesamt sind mehr als achtzig Werke entstanden – werden als dichte Hängung an den Ausstellungswänden präsentiert und vermitteln die gestische Expression der Künstlerin. Die Bilder leben von dem unmittelbaren Festhalten der klimatischen Bedingungen, der wilden Landschaft, der markanten Silhouetten der Berggipfel und zeugen von der Diskrepanz des unverrückbaren, starren Gebirges und der eigenen Freiheit als Künstlerin. Eine installative Setzung im Raumgefüge ergibt sich durch die Platzierung der über 3000 Edelweisse, welche Barbara Gwerder während den einsamen Abendstunden in der Alphütte geschnitzt hat.

Auf der grossen Leinwand
Im Rahmen ihres Projektes «AlpStreich» ist im Jahr 2018 ein Dokumentarfilm mit dem Titel «Über den Tannen» entstanden. Die Filmemacherin Esther Heeb (*1965 in Luzern) hat Barbara Gwerder während ihrer Zeit in den Bergen begleitet und ein eindrückliches filmisches Portrait über die Künstlerin und ihre Auseinandersetzung mit der Natur geschaffen. Der Film wird parallel zur Ausstellung im stattkino Luzern gezeigt.

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