Seit vielen Jahren stellt die einstige Trägerin des Prix Meret Oppenheim unsere gegenständliche Welt auf den Prüfstand, indem sie deren Möglichkeitsspektrum im Kontext von Raum, Zeit und Gesellschaft auslotet. Ihre Recherche führte sie zunächst von der Malerei zur Fotografie, von der Schweiz in die Welt. Seit sie sich 2012 in Zürich niederliess, entstehen eindrückliche skulpturale Setzungen aus veränderten Alltagsobjekten, die hierzulande allerdings kaum umfangreich gezeigt wurden.
Kunsthalle Arbon | Ilona Ruegg | Anomalie
Eine Wiederentdeckung
Die Kunsthalle Arbon zeigt die erste grössere Einzelausstellung von Ilona Ruegg (*1949, Rapperswil) seit rund zehn Jahren. Ihre Einladung in die Kunsthalle Arbon nimmt Ruegg zum Anlass, unter besonderen Bedingungen über raum-zeitliche Überlappungen nachzudenken: Die Ausstellung fällt zusammen mit dem Umzug der Künstlerin aus ihrem aktuellen Atelier. Dieses Ereignis verschränkt sich in ihrer Installation mit der industriellen Räumlichkeit der Kunsthalle und weitet sich aus auf Fragen rund um Bedingungen des Zeigens, des Produzierens, des Deutens, des (gedanklichen) Transferierens und des (physischen) Migrierens.