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IG Halle Rapperswil | SPEAK TRUTH TO POWER

Als Kooperation zwischen der Robert F. Kennedy Foundation und der IG Halle Rapperswil ist SPEAK TRUTH TO POWER nicht nur eine Fotoausstellung, sondern vor allem ein Engagement im Bereich der Menschenrechtsbildung.

Macht und Menschenrechte
Die spannungsvolle Zusammenstellung dreier fotografischer Positionen ermöglicht Einblicke ins Thema Macht und Menschenrechte aus verschiedenen Blickwinkeln. Im Zentrum der Ausstellung stehen Porträts von Menschenrechtsaktivisten, die der Pulitzer-Preisträger Eddie Adams für Kerry Kennedys Buch «Speak Truth To Power: Human Rights Defenders Who Are Changing Our World» fotografiert hat. Die IG Halle besitzt zeigt diese Porträts 2015 exklusiv als erste Institution in der Schweiz. Der Zürcher Fotograf Luca Zanier gibt in seiner Serie «Corridors of Power» ungewöhnliche Einblicke in Räume der Machtkonzentration. Die menschenleer fotografierten Räume mit ihrer kühlen geometrischen Ästhetik, ihrer perfekten Symmetrie und Ordnung bilden einen polarisierenden Gegensatz zu Paolo Pellegrins Kriegsaufnahmen, welche die Folgen von gewaltsamer Machtausübung für das Individuum eindrücklich dokumentieren.

Eddie Adams
(1933–2004) war ein amerikanischer Fotograf und Kriegsjournalist. Seine Bilder und Reportagen aus Kriegsgebieten waren mehr als Dokumentation – sie übten Einfluss auf politische Entscheidungsträger aus. Sein Werk wurde mit über fünfhundert Preisen, darunter dem Pulitzer Prize ausgezeichnet, und seine Bilder gehören zu den meistpublizierten in den USA. Er fotografierte Stars, Prominente, Politiker und Kinder. Seine Porträts von Menschenrechtskämpfern – etwa von Rigoberta Menchú Tum, Kailash Satyarthi, Dalai Lama, Václav Havel – stehen im Zentrum der Ausstellung.

Luca Zanier
Luca Zanier (*1966, Zürich) ist seit 1993 als freischaffender Fotograf tätig. Er hat zahlreiche Preise im In- und Ausland gewonnen und ist regelmässig an internationalen Ausstellungen präsent. Die Serie «Corridors of Power» zeigt menschenleere Machtzentren in der ganzen Welt, etwa den Hauptsitz der UNO in New York oder den Saal des Exekutivrats des Internationalen Fussballverbands FIFA, Symbole eines global vernetzten Systems von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Paolo Pellegrin
(1964, Rom) ist ein weltweit tätiger, vielfach ausgezeichneter Fotograf und Fotojournalist, seit 2005 Mitglied von Magnum Photos. In seiner freien Arbeit gilt sein Interesse den Benachteiligten und Verletzten der Gesellschaft, etwa den Immigranten, Obdachlosen, Kindern in Bosnien nach dem Krieg oder den Roma. 1995 gewann er seinen ersten World Press Photo Award für seine Arbeit über AIDS in Uganda. «As I was dying» umfasst Bilder aus verschiedenen Krisengebieten, welche die Folgen des Krieges und menschliches Elend aus nächster Nähe vor Augen führen. Der Fotograf versteht sich als Zeuge, der Aufzeichnungen für das kollektive Gedächtnis schafft.

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