Im Zentrum steht das Depot – wortwörtlich. Das, was sonst im Verborgenen bleibt, rückt hier in den Fokus und korrespondiert mit sieben künstlerischen Positionen. Die Arbeiten von Paloma Ayala, Johanna Bossart, Ishita Chakraborty, Christoph Eisenring, Cornelia Hesse-Honegger, Marianne Mueller sowie Barbara Signer und Michael Bodenmann eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Praktiken des Sammelns. Dabei treten die künstlerischen Positionen nicht in einen direkten Dialog, sondern erweitern den Denkraum der Ausstellung und werfen Fragen zum Erhalten, Ordnen und Weitergeben auf.
Die Kunst des Sammelns im Kunstraum Baden
Eine Ausstellung nimmt die städtische Kunstsammlung zum Anlass, die Praktiken des Sammelns zu hinterfragen.
Sammeln, bewahren und mitgestalten
Was bewahren wir, wenn wir sammeln? Wie sammelt eine Stadt? Welche Formen des Ordnens, Bewahrens und Archivierens entwickeln Künstler:innen? Und wo überschneiden oder unterscheiden sich institutionelle und künstlerische Herangehensweisen? Neben Fragen nach der Entstehung einer Sammlung, den Praktiken der Wissensordnung und -speicherung zeigt die Ausstellung auch die Leerstellen auf, die dabei entstehen. «Was bleibt? Praktiken des Sammelns» lädt dazu ein, den Blick hinter die Kulissen einer Sammlung zu richten und über die Bedeutung von Archiven, Speichern, Ordnungen und Erinnerungsorten nachzudenken. Sammeln erscheint dabei nicht als neutrale Tätigkeit, sondern als aktive Praxis des Auswählens, Dokumentierens und Erinnerns, die immer auch Zukunft mitgestaltet.
