Daniela Keiser lotet in ihren Arbeiten seit Beginn ihres künstlerischen Schaffens unterschiedliche Darstellungsformate aus. Im Fokus steht dabei die Beziehung zwischen Bild, Sprache und Text. Ihre grossangelegten Installationen beziehen oft den ganzen Raum mit ein. Daniela Keisers Werke entstehen meist im Austausch mit Künstler:innen aus verschiedenen Kulturen und anderen Sparten wie Musik, Literatur und Architektur.
Daniela Keiser und die Kunst der Sinne
- Publiziert am 20. Februar 2026
Eine multisensorische Installation verwandelt das Bündner Kunstmuseum Chur in ein begehbares Sinnesfeld.
Die Konzept- und Installationskünstlerin Daniela Keiser (*1963) ist im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Nach dem Studium in Basel folgten verschiedene Residenzen in Paris, Berlin, Kairo und London sowie unzählige Reisen, auf denen viele Fotos entstanden und laufend entstehen. Mit diesen sowie gefundenem Archivmaterial arbeitet sie künstlerisch. Daniela Keisers Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Manor Kunstpreis (1998) und dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim (2017). Keiser ist als Dozentin in unterschiedlichen Hochschulkontexten tätig, konzipiert regelmässig Publikationen sowie Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland.
Das Kunstmuseum: Ein sozialer Raum
Für das Bündner Kunstmuseum gestaltet Daniela Keiser eine multisensorische begehbare Installation. In grossen Fotografien bezieht sie sich auf eine traditionelle indische Kunstform, bei der Muster auf den Boden vor Hauseingängen gezeichnet werden. In den Mustern sind Zeichen zu erkennen, deren Bedeutung aber verborgen bleibt. Der ganze Boden des Ausstellungsraumes ist zudem bemalt und lädt zum Nachdenken, zu Gesprächen und zum Austausch ein. Dabei spielt die Gebärdensprache als fünfte Landessprache eine zentrale Rolle. Das Labor des Bündner Kunstmuseums wird so zu einem sozialen Raum, in dem verschiedene Kommunikationsformen verhandelt werden.
(Textgrundlage: Bündner Kunstmuseum Chur)
