Nach dem Winter kommt der Frühling nicht nur draussen – sondern mitten ins Museum. Bereits zum zwölften Mal laden das Aargauer Kunsthaus und FLOWERS TO ARTS zu Blumen für die Kunst: Florale Interpretationen reagieren auf Werke aus der Sammlung, spinnen Farben, Formen und Geschichten weiter und schaffen ein temporäres Zusammenspiel aus Kunst, Natur und Imagination.
Blumen für die Kunst 2026
- Publiziert am 11. Januar 2026
Die floralen Interpretationen an der diesjährigen Schau sind von:
Claudia Alijew Wüthrich, Seon
Heidi Bisang & Andrea Lehmann, Solothurn
Marie Bongard, Zürich
Samantha Bühler, Winterthur
Annika Egger, Muri bei Bern
Marcel Gabriel, Sempach
Rémy Jaggi, Trélex
Annika Junghans, Basel
Evelyn Krebs, Zürich
Kathrin Muggli, Hinwil
Melanie Schneider, Beringen
Peter Schwitter, Buochs
Marianne De Tomasi, St. Gallen
Der diesjährige internationale Gast ist Nicolaus Peters (DE) aus Berlin: Nach Jahren der Arbeit als Meisterfloristen im berühmten Blumenladen «Blumen- und Gartenkunst» in Berlin, motivierte ihn sein Vorgesetzter, an Wettbewerben teilzunehmen. Im Jahr 2008 gelang es ihm, die deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Es folgten mehrere erfolgreiche Wettbewerbsauftritte, gekrönt vom Gewinn der Interflora-Weltmeisterschaft 2023.
Kunst in Blüte
Bei Blumen für die Kunst geht es nicht um Dekoration, sondern um Deutung. Florist:innen lesen Linien, Stimmungen und Themen der Werke und antworten mit pflanzlichen Kompositionen. So entstehen neue Erzählungen zwischen Bild und Blume, zwischen Dauer und Vergänglichkeit. Im Dialog stehen Arbeiten aus der Schweizer Kunst – unter anderem von Pia Fries, Richard Paul Lohse, Roman Signer sowie Silvia Bächli & Eric Hattan.
Zeichnen, hören, vertiefen
Neu im Programm sind die Sketching-Workshops von Meisterflorist Philipp von Arx und Illustratorin Xenia Joss, die das Zeichnen direkt in die Ausstellungsräume holen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Tandem-Führungen mit Kunst- und Floristikexpert:innen sowie Konzerte der Komponistin, Bandleaderin und Sängerin Caroline Ferrara.
Farbe als Ausgangspunkt
Das Keyvisual 2026 basiert auf einem Gemälde der Aargauer Künstlerin Barbara Müller (1956–2023). Meisterflorist Rémy Jaggi aus Trélex hat sich von ihren fein abgestimmten Farbflächen zu seiner floralen Interpretation inspirieren lassen. So beginnt der Dialog zwischen Kunst und Floristik bereits im Bild der Ausstellung selbst – als visuelles Versprechen des Frühlings im Museum.
