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Trailer «Das Kongo Tribunal» von Milo Rau

Ausgestellt und ausgezeichnet – Milo Rau kommt nach St. Gallen (zurück)

Eine Einzelausstellung in der Kunst Halle Sankt Gallen gibt Einblicke in die Arbeit des Theaterregisseurs und Autors.

Video- und Filmarbeiten, installative Interventionen und Archivmaterialien sind in der Ausstellung «Warum Kunst?» zu sehen und werden in Verbindung zueinander gestellt. Dadurch bekommt das Publikum einen vertieften Einblick in Milo Raus visuelle Werkstatt, in sein künstlerisches Denken und seinen politischen Aktivismus. Zeitgleich zur Ausstellungseröffnung am 17. November 2022 erhält der in Sankt Gallen geborene Aktivist den Grossen Kulturpreis der St. Gallischen Kulturstiftung.

Milo Rau wurde 1977 in Bern geboren und studierte Soziologie, Romanistik und Germanistik in Paris, Berlin und Zürich, u. a. bei Pierre Bourdieu und Tzvetan Todorov. Seit 2002 entstanden über 50 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen, die in über 30 Ländern zu sehen waren. 2007 gründete er das International Institute of Political Murder (IIPM), seit der Spielzeit 2018/19 ist Milo Rau Künstlerischer Leiter des NTGent. Rau erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie 2016 als jüngster Künstler überhaupt den Preis zum Welttheatertag des Internationalen Theaterinstituts oder 2017 die Saarbrücker Poetik-Dozentur für Dramatik. Seine Theaterstücke und Filme wurden in über zehn Ländern mit Kritikerpreisen ausgezeichnet. 2018 erhielt Milo Rau für sein Gesamtwerk den Europäischen Theaterpreis.

Wie geht sozial engagierte Kunst?

Die Ausstellung «Warum Kunst?» blickt auf 15 Jahre Kunst und Aktivismus des in St.Gallen aufgewachsenen Theaterregisseurs, Intendanten und Autors zurück. Seine Aktivitäten und Projekte reichen von der umstrittenen St.Galler Aktion «City of Change» – mit dem Ziel der Einführung des Stimmrechts für Ausländer:innen in St.Gallen – den Volksprozessen in Moskau und Zürich, der Gründung einer Filmschule in Mossul/IQ bis zum letztjährigen Film «Das Neue Evangelium» – eine zeitgenössische Adaption der Passion Christi. Anhand Raus Werk werden in der Ausstellung fundamentale Fragen gestellt: Wie funktioniert radikale, sozial engagierte Kunst? Ist eine globale, transnationale Kunst möglich? Was sind Mikroökologien? Kann Kunst die Welt verändern – warum überhaupt Kunst?

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