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Düsteres Bild der mexikanischen Lebensrealität, erzählt aus der Perspektive eines kleinen Mädchens.

Spielfilm | Cómprame Un Revólver

Eine fesselnde Fabel über die Gewalt mexikanischer Drogenkartelle. Fressen oder gefressen werden, heisst die Alternative.

Mexiko in einer nahen, dystopischen Zukunft: Frauen verschwinden reihenweise. Huck trägt eine Maske, damit man nicht sieht, dass sie ein Mädchen ist. Sie und ihr drogenabhängiger Vater bewachen ein verlassenes Baseballfeld, auf dem sich die Dealer treffen. Bei einem Konzert des Drogenbosses in der Wüste gerät alles ausser Kontrolle: Wird Huck die Flucht vor Tod und Chaos gelingen? Ein Coming-of-Age-Film der etwas anderen Art.

Zum Film
In einem Mexiko, welches vollständig von den Kartellen beherrscht wird, versucht ein drogensüchtiger Vater, mit seiner kleinen Tochter Huck zu überleben. Er arbeitet als Platzwart auf einem Baseballfeld, wo sich die Narcos vergnügen. Als der Boss eine Fiesta anberaumt, greift eine konkurrierende Gang an, und zum Klang der Mariachis eskaliert die Gewalt. Am nächsten Tag sind nur noch die Tochter Huck und der verwundete Chef des Kartells übrig. Es kommt zum Showdown.

Ein faszinierendes Spiel der Masken und Identitäten von der dunklen Seite der menschlichen Gesellschaft: «Cómprame un revólver» handelt von Liebe und Vaterschaft in einer Umgebung, in der es keine Gesetze und keine Regierung gibt, wo stets der Stärkere regiert und es einzig darum geht, dem Tod zu entkommen. «Die Geschichte war eine gute Ausrede», so Regisseur Julio Hernández Cordón, «um über den gesetzlosen und wilden Zustand Mexikos zu sprechen, in dem Institutionen unsichtbar sind und das Leben der Menschen oft von der Laune Krimineller abhängt.»

Stimmen
«Gekonnt schafft der Film ein Klima der Bedrohung und Unterdrückung. Regieseur Julio Hernández Cordón erzeugt einzigartige Stimmungswelten und das ohne finanziellen Aufwand. … Es sind zahlreiche Momente von emotionaler Kraft und visuellem Erfindungsreichtum, die sich in «Cómprame Un Revólver» aneinander reihen. – George Wirsch, Kino im Kopf, SRF2 | «Huckleberry Finn meets Mad Max: Fury Road: Der mexikanische Thriller Cómprame un revolver über ein Mädchen, das sich an der Hand von ihrem drogensüchtigen Vater in einer von Drogenkartellen beherrschten Dystopie zurechtfinden muss, ist eine Mischung aus Wildem Westen und karger Wüstenapokalypse.» – Irina Blum, cinema.ch | «Das Drama aus der mexikanischen Wüste zeigt eine zerrüttete Gesellschaft, die durch Drogenkartelle regiert und organisiert wird. Bis ein Mädchen namens Huck so richtig aufräumt und sich für die Ungerechtigkeit rächt, die der mexikanischen Bevölkerung angetan worden ist. Eine angespannte, überzeugende Atmosphäre trifft in Cómprame un revolver auf mangelnden Background, was den Filmgenuss etwas trübt. So bleiben viele Dinge ungeklärt. Dennoch ein sehenswerter Film.» – outnow.ch | «Statt den Betrachter glauben zu lassen, dass die Inszenierung die Realität widerspiegelt, wird sie als Künstlichkeit dargestellt.» – Sabrina Schwob, filmexplorer.ch |

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