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Nostalgia

Eine leuchtende Hommage an Neapel, die Heimatstadt des Regisseurs Mario Martone

Nach 40 Jahren Abwesenheit kehrt Felice in seine Heimatstadt zurück. Er entdeckt die Orte wieder, die Regeln der Stadt und eine Vergangenheit, die ihn verfolgt.

Mario Martone ist ein renommierter Theater-, Film- und Opernregisseur. In den 1980er-Jahren gründete er die Theatertruppe Falso Movimento und darauf zusammen mit Toni Servillo das Unternehmen Teatri Uniti, mit dem er seine ersten unabhängigen Filme drehte. Später wurde er Intendant von Theatern in Rom und Turin. Er drehte zwei Filme, die im 19. Jahrhundert spielten und Millionen von Zuschauern anzogen, inszenierte Opern in einigen der grössten Theatern der Welt und experimentierte unermüdlich mit verschiedenen künstlerischen Sprachen. Im Jahr 1999 gründete er das Teatro India in Rom. Im Jahr 2018 widmete ihm das Museo Madre in Neapel eine grosse persönliche Ausstellung. Während der Pandemie adaptierte er den «Barbiere di Siviglia» und die «Traviata» für das Fernsehen. Zuletzt kehrte er mit der Inszenierung «Filo di mezzogiorno» von Goliarda Sapienza vor ein Live-Publikum zurück.

Nostalgia | Synopsis

Nachdem er viele Jahre in Ägypten gelebt hat, kehrt Felice Lasco nach Neapel zurück, um seine alte Mutter wiederzusehen, die er als kleiner Junge plötzlich verlassen musste. Zurück in seiner Heimatstadt verliert er sich zwischen den Häusern und Kirchen des Sanità-Viertels in den Worten einer Sprache, die er nun als fremd empfindet, die aber eigentlich seine eigene ist. Der Mann scheint von einer seltsamen Faszination ergriffen zu sein. Die Erinnerungen an ein fernes Leben, das er mit Oreste – seinem besten Freund aus Kindertagen – verbracht hat, mit dem er ein Geheimnis teilt, werden in ihm wach. Es wird ihm klar, dass Neapel für ihn ein verlorenes Leben darstellt und dass er so schnell wie möglich dorthin zurückkehren sollte, wo er herkommt, bevor er von der unbesiegbaren Kraft der Nostalgie erdrückt wird.

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