Man hört immer wieder von jungen Männern, die sich vom IS in Europa anwerben lassen. Die Rekrutierung beschränkt sich aber nicht nur auf Männer, sondern es werden auch junge Frauen angeworben. Mention-Schaar erzählt von dieser Rekrutierung und ihren Folgen aus verschiedenen Perspektiven.
Le ciel attendra
Zum Film
Mélanie ist sechzehn, lebt bei ihrer Mutter und träumt von einer besseren Welt. Via Facebook lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihre Ideale zu teilen scheint. Er überschüttet sie mit Komplimenten, schreibt bald von Liebe. Mélanie verfällt seinem Werben und ist eines Tages verschwunden. Catherine und Samir sind die stolzen Eltern der siebzehnjährigen Sonia. Kurz nach den Sommerferien wird ihr Haus von der Polizei gestürmt und Sonia unter Arrest gestellt. Die junge Frau hat im Glauben, ihrer Familie einen Platz im Paradies sichern zu können, beinahe etwas schier Undenkliches getan. Die Eltern von Sonia und Mélanie müssen erkennen, dass ihre Töchter, von ihnen völlig unbemerkt, in den Bannkreis religiöser Fundamentalisten geraten sind. Sie sind bereit, alles zu tun, um sie zurückzubekommen…
Stimmen
Der Spielfilm «Le ciel attendra» zeigt, wie zwei junge Französinnen zu Fundamentalistinnen werden. Eine bestechende Annäherung – die vermeidet, plakativ zu sein. Selim Petersen, srf.ch | Glaubwürdig gespielt und empathisch inszeniert, will «Le ciel attendra» vor allem Verständnis und Verstehen vermitteln – in einer Zeit, in der Frankreich und der Rest von Europa immer mehr droht, Vorurteilen und Hysterie anheimzufallen. Sonja Hartl, kino-zeit.de