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Kino l Liebesleben

Regisseurin Maria Schrader ist es perfekt gelungen, eine Geschichte, die als unverfilmbar galt, auf die Leinwand zu bringen.

Synopsis: Jara (Garti) hat einen liebevollen Ehemann und beste Aussichten auf eine Karriere an der Uni. Ihre Familie hält trotz einiger Schwierigkeiten zusammen. Als sie aber Arie (Sherbedgia), dem Studienfreund ihres Vaters begegnet, ändert sich ihr Leben. Sie beginnt eine zerstörerische Affäre mit dem viel älteren Mann. Mal wird sie von Arie begehrt, mal stösst er sie weg. Eine “amour fou”, die sie langsam erkennen lässt, dass ihre Eltern ein Geheimnis hüten, zu dem Arie der Schlüssel ist …

Kritik: Maria Schrader, einst Dani Levis (“Meschugge”) Lebens- und Regiegefährtin, findet bei ihrem eigenen Regiedebüt die richtigen, atmosphärisch intensiven Bilder, um die gefeierte Romanvorlage von Zeruya Shalev lebendig werden zu lassen. Die Darsteller überzeugen durchwegs, vor allem die Hauptdarstellerin. Man nimmt ihr die lustvolle Unterwerfung absolut ab, und die Regisseurin bringt es fertig, dem angepeilten Zielpublikum (den Frauen), ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu vermitteln. Einzige Frage: Die Story spielt in Israel. Der Roman ebenfalls. Die Schauspieler sind Israelis. Warum wird englisch gesprochen? Trotzdem: Eine sensible, gelungene Bestsellerverfilmung.

Benny Furth

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