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Kino | Der Freischütz

Pünktlich zu Weihnachten erobert eine der beliebtesten und schönsten deutschen Opern die Kinoleinwand.

Synopsis: Der junge Jäger Max (Michael König) liebt Agathe (Juliane Banse), die Tochter des Erbförsters Kuno (Benno Schollum). Allerdings muss er bei einem „Probeschuss“ erst seine Eignung als Erbe und Schwiegersohn unter Beweis stellen. So will es ein alter Brauch. Doch das Jägerglück hat Max verlassen, er trifft mit keinem Schuss mehr. In seiner Not lässt er sich von seinem zwielichtigen Kameraden Kaspar (Michael Volle) überzeugen, dass nur noch schwarze Magie und dunkle Mächte ihm helfen können. Er verabredet sich mit ihm um zur Mitternachtsstunde in der unheimlichen Wolfsschlucht treffsichere Freikugeln zu gießen. Doch werden die Freikugeln ihn retten oder wird er Agathe verlieren? Stars: Das Sänger- bzw. Schauspielerensemble, das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Harding sowie der Rundfunkchor Berlin mit dem Dirigenten Simon Halsey. Regie: Jens Neubert lebt in Basel und arbeitet als Autor und Regisseur für Oper, Theater und Film. Er studierte Psychologie in Dresden und Opernregie in Berlin. 2008 gründete er zusammen mit Peter Stüber die Syquali Multimedia AG mit Sitz in Zürich.

art-tv-Wertung: «Der Freischütz» ist bis heute eine der beliebtesten deutschen Opern. Jens Neubert hat daraus nun eine Filmoper geschaffen, mit der er die romantische und phantastische Welt des Komponisten Carl Maria von Weber auf die grosse Leinwand bringt und somit für das heutige Publikum mit seinen gewandelten Rezeptionsgewohnheiten erfahrbar macht. Das durchaus neue Genre der Filmoper funktioniert mit den an Originalschauplätzen gedrehten Filmbildern hier vor allem über das Gefühl für ein genaues Timing, die Deckung von Bild und Ton bzw. Gesang und einer Kamera (Harald Gunnar Paalgard), die sich dem Rhythmus anpasst und mitbewegt – im Grunde musikalisch agiert. Für Opernfans wird es sicherlich eine Umstellung sein, doch eine neue Erfahrung, die sich lohnt und eine ganz neue, eben filmische Klang- und Bildwelt der Oper eröffnet.

Isabel Bures

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