Nach dem Erfolg von LA NUIT DU 12 kehrt Dominik Moll mit DOSSIER 137 zurück, einem sorgfältig inszenierten Drama mit Léa Drucker in der Hauptrolle. Die Geschichte folgt der internen Ermittlerin Stéphanie, die einen Fall von Polizeigewalt bei einer Demonstration in Paris untersucht. Dabei deckt sie zunehmend Widersprüche auf und hinterfragt die Mechanismen des Rechtssystems. Der Film wurde 2025 im Wettbewerb von Cannes gezeigt.
DOSSIER 137
Dominik Molls neuer Film untersucht ehrlich und schonungslos Ursachen und Auswirkungen von Polizeigewalt.
DOSSIER 137 | SYNOPSIS
2018: Stéphanie, Polizeibeamtin der Internen Angelegenheiten, wird mit dem Fall 137 betraut, in dem ein junger Mann während einer Demonstration der Gelbwesten in Paris von einem Gummigeschoss schwer verletzt wurde und bleibende Schäden davontrug. Obwohl sie vorerst keine Hinweise auf unrechtmässige Polizeigewalt findet, nimmt die Untersuchung eine persönliche Wendung, als sie erfährt, dass das Opfer aus ihrer Heimatstadt stammt. Mit grosser Hartnäckigkeit und den Widerständen ihrer Berufskollegen zum Trotz, will sie den Tathergang rekonstruieren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Der Film ist inspiriert von mehreren realen Vorfällen aus der Zeit der ersten Gelbwestenproteste, bei denen Menschen verletzt wurden.
WARUM WIR DOSSIER 137 EMPFEHLEB
Für uns gesehen hat den Film Jean-Pierre Hoby
Ein fesselndes Drama, das auf Wahrheit basiert:
Der Film ist ein Policier, der auf einer wahren Begebenheit beruht: Es geht um eine Ermittlerin der internen Ermittlungsbehörde (IGPN), die einen Fall untersucht, bei dem Polizisten im Rahmen der Gelbwesten-Proteste einen Jugendlichen schwer verletzt haben sollen. Dabei konzentriert sich die Geschichte auf die menschlichen Aspekte, die durch die Hauptfigur Stéphanie (Léa Drucker) verkörpert werden, die sich verbissen und beharrlich hinter den Fall klemmt.
Ein engagierter Blick auf ein komplexes Thema:
DOSSIER 137 beleuchtet die Schwierigkeiten und den Druck, unter denen Polizisten arbeiten, aber auch das System und die Strukturen, die sie schützen, obwohl sie Fehler machen. Dabei verdeutlicht der Film die Schwierigkeiten, die solche Untersuchungen mit sich bringen, und die Konsequenzen für die, die versuchen, Gerechtigkeit zu finden und gleichzeitig die Regeln einzuhalten.
Überzeugende Darbietung und Regie:
Léa Drucker liefert eine überwältigend präzise Leistung, die die emotionale Tiefe des Films trägt während Regisseur Dominik Moll einen nüchternen, ruhigen Stil, wählte, der die Geschichte nicht emotionalisiert, aber eine starke Wirkung erzielt und zur Auseinandersetzung mit dem Thema einlädt.
Ein Film mit Relevanz:
Der Film holt die komplexe Situation aus der Anonymität der Nachrichten und gibt einer Aktennummer ein Gesicht.
Obwohl der Film die wirtschaftlichen und sozialen Ursachen der Unruhen nicht im Detail erforscht, ist er ein klassischer Polizeifilm, der zum Mitfühlen anregt und die Problematik des Systems aufzeigt.
arttv Fazit:
Ein spannungsgeladener neuer Politthriller von Dominik Moll über Polizeigewalt, der im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 2025 gezeigt wurde. Präzise inszeniert, gut dokumentiert und hervorragend gespielt, stellt DOSSIER 137 zentrale Fragen zu den Arbeitsbedingungen der Polizei – und deren mitunter tödlichen Folgen für Unbeteiligte. Léa Drucker überzeugt als Ermittlerin der IGPN (der internen Aufsichtsstelle der Polizei), die einen Fall von Polizeigewalt während der Gelbwesten-Proteste 2018 untersucht.