Ein frisch vermählter, eigentlich eher spiessiger Graf, zwei Affären in Wien und ein etwas überforderter Fürst, der in heiterer Verwirrung die verschiedenen Damen des Grafen durcheinanderbringt: Mit «Wiener Blut» bringt die Operettenbühne Homberechtikon einen unterhaltsamen Klassiker auf die Bühne. Im Zentrum steht ein köstliches Verwirrspiel, getragen von der unverwechselbaren Musik von Johann Strauss, die unter der musikalischen Leitung von Caspar Dechmann zu neuem Leben erwacht. Gemeinsam mit Stefan Wieland, der für Regie und Text verantwortlich zeichnet, Anna Ilg im Bereich Kostüm sowie dem gesamten Ensemble entsteht eine professionelle und zugleich mit viel Herzblut gestaltete Inszenierung.
VERWECHSLUNGEN, VERKLEIDUNGEN UND VIEL «WIENER BLUT»
Die Operettenbühne Homberechtikon interpretiert Johann Strauss’ Klassiker mit Tempo, Witz und viel Spielfreude neu
Walzerseeligkeit und tänzerische Leichtigkeit
«Wiener Blut» ist ein ebenso kunstvoll wie unterhaltsam gefügtes Pasticcio - ein Stück also, das aus bereits existierenden Melodien zusammengestellt wurde: Aus einigen der schönsten Melodien des reichen Werkes von Johann Strauss schufen die Librettisten Victor Léon und Leo Stein ein neues Bühnenwerk. Sie versahen die Musik mit frischen Texten und betteten die Stücke in eine Handlung ein. So führen Johann Strauss’ Walzerseligkeit und tänzerische Leichtigkeit das Publikum mitten hinein in das gesellschaftliche Treiben des Wiener Kongresses. Dort treffen grosse Politik und private Leidenschaften aufeinander – turbulent und vergnüglich zugleich.
Graf Zedlau und seine verschiedenen Liebschaften
Bemerkenswert ist das Tempo der Handlung. Dass sich alles innerhalb eines einzigen Tages abspielt, passt erstaunlich gut in die heutige hektische Zeit. Im Zentrum stehen der Graf Zedlau mit seinen verschiedenen Liebschaften – und seine Gattin Gabriele. Als der etwas überforderte Fürst Ypsheim in heiterer Verwirrung die Damen des Grafen durcheinander bringt, nimmt die Handlung Fahrt auf. Verkleidungen, amouröse Verwicklungen und feinsinnige Intrigen treiben das Geschehen weiter voran, bis sich zum Schluss alles mit charmantem Augenzwinkern auflöst – ganz im Sinne des Wiener Schmähs. (Operettenbühne Hombrechtikon)


