Zwischen Musterwohnungen, Sofas und Schlafzimmern entfaltet sich in «Drei Schwestern» die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Die Inszenierung bei MUOSER in Schattdorf verbindet Anton Tschechows Klassiker mit aktuellen Fragen nach Migration, Heimat und unerfüllten Träumen. Mascha (Anna Kummrow), Irina (Aline Beetschen) und Olga (Chantal Dubs) entwerfen immer wieder neue Lebenspläne – und klammern sich an die Hoffnung, dass irgendwo noch ein anderes, besseres Leben auf sie wartet.
Treffen sich «Drei Schwestern» bei MUOSER in Schattdorf
Regisseur Livio Beyeler inszeniert Tschechows Klassiker im traditionsreichen Urner Einrichtungshaus.
Inspiriert von Anton Tschechow
Die Inszenierung spielt mitten in einem Möbelhaus – hier richten sich die drei Schwestern immer wieder neu ein, entwerfen Lebensentwürfe, wählen Möbel für ein Morgen, das vielleicht nie kommt, und träumen von einem Ort, an den sie zurückkehren möchten. Doch je weiter ihre Geschichten fortschreiten, desto deutlicher wird die schmerzhafte Erkenntnis: Manche Orte – geografische wie innere – lassen sich nicht zurückerobern. Moskau bleibt Sehnsuchtsort, Erinnerung und Projektionsfläche zugleich. Zwischen Sofas, Esstischen und Schlafzimmern entfaltet sich eine berührende Erzählung über Fernweh, das Altern von Träumen und die Frage, wo wir Heimat finden, wenn das erträumte Zuhause unerreichbar geworden ist. Für diesen gegenPOL verlässt das Ensemble um Regisseur Livio Beyeler das klassische Bühnensetting: Die Inszenierung spielt mitten im Einrichtungshaus bei Veranstaltungspartner MUOSER in Schattdorf.


