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Theater Chur | © Theater Chur

Theater Chur | ruuch oder riich

Wie geht’s uns denn heute, und wie ging es uns früher? Was macht die Landschaft mit uns – und wir wiederum mit ihr?

Graubünden und seine Natur hat immer wieder Literaten, Künstler:innen, Sinn-Suchende aus allen Ländern in Scharen angezogen. Dabei scheint die Bergwelt als Spiegel zu dienen - Projektionsfläche für Emotionen und Sehnsüchte, für Krisen und Zusammenbrüche, die das eigene Leiden mit der Majestätik der Bergwelt messen. Auf der anderen, prosaischeren Seite stehen die Einheimischen, die ein Auskommen finden als Transporteure, Gastronom:innen, Gärtner:innen oder was auch immer …

Wie schwer oder leicht richten wir unser Leben ein; haben sich Spuren der Not früherer Zeiten bis heute erhalten und machen wir uns daher das Leben besonders schwer? «ruuch oder riich» stellt die Frage, wie wir heute leben. Fehlt es immer noch an allen Ecken, oder ist inzwischen mehr als genug reichhaltig vorhanden?

Und, läuft alles rund?

Ein unvereinbarer Clash der Sichtweisen – zwischen traumwandelnden Fremden und stoischen Einheimischen – bildet die Grundlage des Theaterstücks «ruuch oder riich» über die Sichten auf Graubünden. Von frühesten Kulturforschern wie Ulrich Campell spannt das Ensemble unter der Leitung von Georg Scharegg den Bogen bis zu Reto Hänny und anderen Gegenwartsautor:innen. In seinem niemals aufgeführten Chur-Buch «ruch» beschrieb Hänny notorische Pannen und abstruse Winkel im Maschinenraum der Stadt. Auch heutiges, aus Befragungen und Interviews gewonnenes Material fliesst in das Stück ein, auch mithilfe des Kolumnisten Christian Ruch, der mit auf der Bühne steht. Das Stück will alle Beteiligten und die Bevölkerung fragen, wo es rund läuft und wo es hakt und schmerzt.

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