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Theater Biel Solothurn | Land des Lächelns

Das Exotische zieht fast jeden an. So auch Lisa in der Operette «Das Land des Lächelns». Durch wunderbare Musik und farbenfrohe Bilder erfährt der Zuhörer und -schauer die Liebe zweier Menschen fremder Kulturen.

Der Reiz des Exotischen
Wien, Fin de siècle. Lisa scheint alles zu haben. Sie ist jung, schön und begehrenswert, der Mittelpunkt jeder Gesellschaft. Doch sie sucht mehr als nur Amüsement und die Sicherheit einer Ehe. Sie sucht Exotik und Abenteuer, möglichst in ihrem Traumland China. Zudem sehnt sie sich nach der grossen Liebe. All dies scheint ihr Sou-Chong bieten zu können. Doch in der Liebe lohnt es sich, einen Blick hinter die äussere Erscheinung zu werfen, denn ‘Immer nur Lächeln’ scheint nicht durchweg das richtige Motto zu sein. Vor allem, wenn das Leben mit überraschenden Eskapaden dazwischenfunkt

Hintergrund
In wirtschaftlich schweren Zeiten sehnt sich der Mensch nach Ablenkung und Romantik. Genau dies bot Franz Lehàr seinem Publikum im Schatten der Wirtschaftskrise von 1929 mit der Operette «Das Land des Lächelns». Die Handlung spielt vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, und diese Rückbesinnung in fern scheinende Zeiten ist üblich für die Wiener Operette dieser Epoche. Die Sehnsucht nach längst Vergangenem und nicht Erreichbarem spiegelt sich auch in der Musik wieder. Grosse Nummern wie ‘Immer nur Lächeln’ und ‘Dein ist mein ganzes Herz’ machen aus diesem Werk eine romantische Operette, die zwischen Kurzweil und Sentimentalität changiert, lange Melodiebögen lassen «Das Land des Lächelns» zu einem der romantischsten Vertreter des Genres werden. Und die Zuschauer dankten Lehár diesen Rückgriff in vergangene Zeiten: Nach der triumphalen Premiere verbreitete sich das Werk in Rekordzeit über die Bühnen Europas, wo es bis heute einen festen Platz hat.

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