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Theater Basel I Un ballo in maschera

Mit Humor und grosser Emotion inszeniert – absolut sehens- und hörenswert. Die sängerische Besetzung lässt kaum Wünsche offen. Ein gelungener Auftakt zum Verdi-Jahr 2013!

Liebe – Freundschaft – Pflichterfüllung
Besorgt sein sollte Riccardo, Graf von Warwick und Gouverneur von Boston: Verschwörer sähen gerne einen anderen auf seinem Posten. Riccardo hingegen blendet derzeit seine politische Verantwortung aus, denn sein Herz brennt insgeheim nur für Amelia. Diese wünscht sich nichts sehnlicher, als die Wahl nicht mehr zu haben zwischen ihrer verborgenen Liebe zu Riccardo und ihrer ehelichen zu Renato. Als Riccardos Sekretär und engster Freund erhofft der ahnungslose Re­nato sich zunächst nur dass Riccardo endlich des Ernstes der politischen Lage ge­wahr werde. Doch als die heimliche Liebe ans Licht kommt, stehen alle drei vor den schwersten Entscheidungen ihres Lebens: der Wahl zwischen der Liebe, der Freundschaft und der Pflichterfüllung für das Land.

Eindrücke der Premiere
Genial: Regisseurin Vera Nemirova hat Verdis UN BALLO IN MASCHERA in der Römer „Zensurfassung“ spielen lassen … Die Regisseurin hat zusammen mit Werner Hutterli (Bühne) und Birgit Hutter (deren Kostüme zum abschliessenden Maskenball von einzigartiger Wucht sind, ein grandios inszenierter, morbider Halloween-Spass, inklusive den Metaphern der Schwarzen Flügel) diese Konstellation verwendet, um auf der Bühne des Basler Theaters einen Politthriller in Szene zu setzen, wie er sich seit Jahrhunderten überall abspielen könnte. … Sunyoung Seo als Amelia durchschreitet ihre aufgewühlte Gefühlslage mit gellenden Sforzati und berückenden Piani, singt eine wunderschöne Kadenz bevor sie sich zärtlich mit Riccardo Massis dunkel strahlendem Tenor im Duett vereinigt. … Giuliano Betta und das Sinfonieorchester Basel stürzen sich mit Verve in die Partitur, kosten die Effekte (auch die schaurigen, z.B. die Introduktion zum zweiten Bild, wo wahrlich Blitze aus dem Graben fahren) genüsslich aus.
Ausführliche Kritik und weitere Angaben zu Inhalt und Werk auf oper-aktuell

Vera Nemirova
Die Regisseurin Vera Nemirova, Meisterschülerin des Regisseurs Peter Konwitschny, inszenierte an bedeutenden Bühnen, wie der Semperoper Dresden, der Staatsoper unter den Linden der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper u.a.. Mit der Inszenierung von Verdis «Maskenball», gibt sie ihr Debüt am Theater Basel.

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