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Theater Basel | La damnation de Faust

«Wo auf dieser Welt finde ich, was meinem Leben fehlt?», fragt der von Hector Berlioz neu geschriebene Faust. Diese zeitgenössische Fragestellung zeigt Árpád Schilling mit starken Bildern und Gesten.

Ein farbenreiches, effektvolles Tongemälde
Berlioz’ «Damnation de Faust» ist ein Werk von immenser Bildkraft. «Légende-dramatique» untertitelte der Komponist die 1893 uraufgeführte «Faust»-Vertonung. Aus der Fülle der «Faust»-Bearbeitungen ragt das Werk inhaltlich durch den besonders freien Umgang mit dem Stoff heraus.

Abscheu an der ihn umgebenden Gesellschaft
Berlioz’ Faust ist ein hoffnungslos einsamer Intellektueller, der sich als absolut untauglich erweist, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Weder zu politischem Handeln ist er fähig, noch zur Liebe. Dieser Faust ist kein Suchender, sondern er ist ganz dem ihn lähmenden «ennui» hingegeben, der Langeweile, und dem Abscheu an der ihn umgebenden Gesellschaft. Am Ende besiegelt er, im Versuch, Marguerite vor dem Schafott zu retten, freiwillig den Pakt mit dem Teufel und fährt mit ihm in alle Abgründe der Hölle.

Ein phantastischer «Faust»-Entwurf
Für die szenische Umsetzung dieses phantastischen «Faust»-Entwurfs wurde der ungarische Regisseur Árpád Schilling gewonnen. Er gibt sein Debüt am Theater Basel. Die musikalische Leitung hat Enrico Delamboye.

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