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Theater Basel | The Indian Queen

Die Reise in eine exotisch wie irreale Welt wird durch die ergreifend und meisterhaft gespielte Musik unterstützt. Die frische und packende Inszenierung von Joachim Schlömer vermischt Träume mit der Realität.

Der Exotismus des Barockzeitalters
In Purcells «The Indian Queen» (1664) gelangt der Exotismus des Barockzeitalters, in Shakespeares «Sturm» als Grundmodell entwickelt, zu seinem ganzen Farbenreichtum. Die Handlung des Stückes spielt an den miteinander verfeindeten Höfen Mexikos und Perus. Am Hof der Inkas belohnt der alte König seinen jungen General Montezuma für den soeben errungenen Sieg über die Mexikaner damit, dass er das besiegte Reich und dessen Herrscher, Acacis, Montezumas Macht unterstellt. Montezuma aber setzt Acacis frei und lehnt die Herrschaft sowie jegliche versprochenen Reichtümer ab: Sein tatsächlicher Wunsch richtet sich darauf, Orazia, die Tochter des Königs, zur Frau zu bekommen. Sollte der Herrscher dieser Verbindung nicht zustimmen, verlöre für Montezuma alles an Bedeutung …

Ein spartenübergreifendes Werk
Die Masque – so die Gattungsbezeichnung –, meist bestehend aus allegorischen und mythischen Sujets, verband als frühe Idee eines spartenübergreifenden Werkes Wort- und Tonkunst, Tanz und Pantomime, Dekor, Licht und Kostüm. Ihr ursprünglich rein höfisches Gepräge wandelte sich in der theaterwütigen Zeit nach Cromwells Tod ohne ihren Entertainmentcharakter je ganz preiszugeben. Eine wunderbare Aufgabe für eine Inszenierung, die unsere eigene Gegenwart in diesem Zauberwerk entdecken will.

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