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Luzerner Theater | Il ritorno d'Ulisse in patria

Eine der grössten Menschheitssagen in prägnanten Szenen zusammenfasst, in einer Fülle von lyrischen, gesanglichen und klangsinnlichen Momenten.

Neuzeitliche Interpretation
Das Musiktheater realisiert mit Claudio Monteverdis Oper «Il ritorno d’Ulisse in patria» nicht nur ein frühes Werk der noch jungen Gattung Oper, sondern auch eine der ersten neuzeitlichen Interpretationen des Odysseus-Mythos nach Homer überhaupt. Die musikalische Leitung von Dominique Menthas Inszenierung obliegt dem Musikdirektor des Luzerner Theaters, Howard Arman. Claudio Monteverdi gehört zu den Begründern der Gattung Oper, die sich gerade zu Beginn häufig auf prominente Stoffe aus der antiken Mythologie bezog.

Eine Oper über Enthüllung und Erkenntnis
Jahre nach Beendigung des Trojanischen Krieges wartet man in Ithaka noch immer auf die Rückkehr des Herrschers. Seine Gemahlin Penelope wird von zahlreichen Bewerbern um ihre Hand belagert, doch will die unglückliche Frau ihrem totgeglaubten Gatten treu bleiben. Während sich der gemeinsame Sohn Telemaco, mittlerweile zum erwachsenen Mann gereift, noch auf der Suche nach seinem Vater befindet, um das Königshaus vor dem Untergang durch die schmarotzenden Freier zu retten, kehrt Odysseus unerkannt als fremder Bettler zurück … Im Zentrum der Librettofassung steht das für die frühe venezianische Oper typische Motiv der Verstellung, mit dessen Hilfe sich die Rückkehr zum ehemaligen Status quo über Enthüllung und Erkenntnis spannend vollzieht. Auf den absichtsvollen Wechsel von komischen und tragischen Momenten im Laufe des Geschehens antwortete Monteverdi mit einer ebenfalls auf starke Kontraste, aber auch auf grosse Steigerungen angelegten Vertonung. Mit der neuen wegweisenden Behandlung des Instrumentalen erweist sich das Werk als ein Meilenstein auf dem Weg zur Oper des Hochbarock.

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