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Kleintheater Luzern | Umprogrammiert

Wie ist die virtuelle Realität im Theater angekommen? Virtualität ermöglicht neue Formate, in denen Geschichten und Räume neu erlebt werden.

Das Festival zu Theater und Digitalität eröffnet ein neues inspirierendes Feld für Theaterarbeit und Theatererlebnisse. Virtual Reality, digitale Gastspiele oder gemeinsames Gamen sind Formate und Erzählformen, denen das Kleintheater Luzern in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern eine Bühne gibt. Oft auch von zu Hause aus oder von unterwegs auf dem Handy zu besuchen. Virtuelle Erlebnisse im Theater – aber eben auch online.

VR Lab Miniaturen

Eröffnet wurde das Festival im Kleintheater Luzern mit drei Virtual Reality Labor Miniaturen, verortet in Räumen im ganzen Haus: Bühne, Keller, Garderobe. Wobei die Orte in der VR natürlich eine neue oder gar keine Rolle spielen. In der Installation «Verschmelzung», im Keller, können sich die Besuchenden nicht sicher sein, ob sich das Geschehen in der virtuellen oder der realen Welt abspielt. In «Absence:is» wird das Thema Abwesenheit behandelt. Im VR-Erlebnis, real in der Garderobe, wird das Spektrum erweitert, in dem über Ab- und Anwesenheit sinniert werden kann. Mit dem Projekt «Verschüttet» beforscht Claudia Tolusso die Frage, wie und ob mit Virtual Reality ihr Erlebnis, 10 Minuten unter 1,5 Meter Neuschnee begraben zu sein, nachempfindbar werden könnte. Schon diese drei Miniaturen zeigen: die unzähligen Möglichkeiten der VR eröffnen den Darstellenden Künsten ein weites Spielfeld in dem die Zuschauer:inne auch mehr oder weniger zu Akteur:innen werden.

Artist Talks und Digitales Gastspiel aus Israel

Das Festival wird begleitet von Vorträgen und Artist Talks. So lotet zum Beispiel Imanuel Schipper, Dramaturg des international bekannten Theaterkollektivs Rimini Protokoll, in seinem Vortrag aktuelle Tendenzen des Einbezugs digitaler Medien im Theater aus und reflektiert diese. Wie finden Algorithmen Eingang in theatrales Erzählen? Und was bedeutet der Einsatz von Avataren für physisch präsente Schauspielende? Das Festival konnte vom Publikum sowohl vor Ort im Theater, auf Messenger-Apps oder als Video-on-Demand besucht werden. Ein Highlight war «Der Urknall», ein Science-Fiction-Märchen für Kinder ab fünf Jahren das die Betrachter:innen einlädt eine elektrische Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Mit diesem Werk hat der international bekannte israelische Puppenspieler Zvi Sahar eine zeitgenössische Thetaersprache entwickelt, die Theater-, Puppenspiel und Film verbindet. «Der Urknall» wird als Film im Theater gezeigt oder ist als Video-on-Demand verfügbar.

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