5x2 Tickets zu gewinnen | Ausstellung | Träumende Dinge | Kunsthaus Zug
- Publiziert am 29. August 2026
Träumende Dinge - vertraut und schwebend
Im Kunsthaus Zug entwickeln Stühle, Körperfragmente und alltägliche Gegenstände ein rätselhaftes Eigenleben.
Was geschieht, wenn die Logik des Alltags ausser Kraft gesetzt wird? Die Ausstellung TRÄUMENDE DINGE versammelt Werke von Heidi Bucher, Miriam Cahn, Meret Oppenheim, Hannah Villiger, Ilse Weber und weiteren Künstlerinnen. Über einen Zeitraum von rund 100 Jahren zeigt sie, wie der Traum zum künstlerischen Labor für das Unbekannte, Unheimliche und noch nie Gesehene wird.
«Träumende Dinge» ist eine poetische und zugleich abgründige Reise durch ein Jahrhundert künstlerischer Fantasie. Die Ausstellung zeigt, wie aus Stühlen, Kleidungsstücken, Pflanzen und Körperfragmenten Bilder entstehen, die sich jeder eindeutigen Lesart entziehen. Statt Träume erklären zu wollen, lässt das Kunsthaus Zug ihre Widersprüche, Ängste und Freiheiten sichtbar werden. Eine Ausstellung für alle, die sich darauf einlassen möchten, das Vertraute für einen Moment mit anderen Augen zu sehen.
MEHRDIE NACHTSEITE DER FANTASIE
Doch nicht jeder Traum ist leicht und poetisch. TRÄUMENDE DINGE zeigt auch die dunklen Seiten des Unbewussten: Angst, Schmerz, Wut, Selbstzweifel und Schaffenskrisen. Meret Oppenheim durchlebte eine jahrelange künstlerische Krise. Eva Wipfs Werk bewegt sich zwischen Helligkeit und Abgrund. Lou Stengele entwirft bereits in ihren Bildtiteln geheimnisvolle nächtliche Szenarien. Der Traum wird hier nicht zur Flucht aus der Realität, sondern zum Ort, an dem innere Konflikte eine Form erhalten. Eine Stärke der Ausstellung ist: Sie verklärt das Träumen nicht. Sie zeigt es als Zustand zwischen Freiheit und Kontrollverlust, Verwandlung und Bedrohung.
KÜNSTLERINNEN NEU ENTDECKEN
Die Ausstellung eröffnet zugleich einen neuen Blick auf die Sammlung des Kunsthauses Zug. In einer historisch stark von männlichen Positionen geprägten Kunstgeschichte rückt sie herausragende Werke von Künstlerinnen ins Zentrum. Der zeitliche Bogen reicht von Lou Stengele, geboren 1898 bis zur 1990 geborenen Maya Hottarek. Werke aus der Sammlung werden durch Leihgaben und Dokumente aus Nachlässen ergänzt. So entsteht keine chronologische Kunstgeschichte des Traums, sondern eine vielstimmige Begegnung zwischen Generationen. Gemeinsam ist den Künstlerinnen der Versuch, hinter die sichtbare Welt zu blicken und Bilder für etwas zu finden, das sich einer eindeutigen Erklärung entzieht.
GEMEINSAM WEITERTRÄUMEN
Mit dem Vermittlungsraum WEITERTRÄUMEN wird die Ausstellung partizipativ fortgesetzt. Besucher:innen können spielen, gestalten, Postkarten entwerfen oder aus Secondhand-Objekten eigene surreale Kombinationen schaffen. Ein physisch-digitales Quiz untersucht die Verbindung von Kunst, Sprache und Wahrnehmung. Eine ruhige Zone bietet Raum für Gespräche, Lektüre und Reflexion. Die Ausstellung bleibt damit nicht auf die präsentierten Werke beschränkt, sondern lädt dazu ein, die eigene Vorstellungskraft zum Teil der Präsentation zu machen.