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Volkskulturfest OBWALD | Gastland Ägypten

Volksmusiker*innen aus Ägypten, Muotathal, Appenzell, Ob- und Nidwalden fanden in suggestiver Kulisse zusammen fürs OBWALD.

In einer Welt der Gleichschaltung und Nivellierung des kulturellen Ausdrucks, wird die traditionelle Volksmusik im besten Fall als exotisch und nostalgisch - und im schlimmsten Fall als rückständig und irrelevant für unsere Zeit betrachtet. Das OBWALD 2019 bemühte sich, dieser Betrachtungsweise etwas entgegenzuhalten.

Faszinierende Klänge aus Ägypten
Kräftige Musik erklingt jeden Mittwochabend, an der Saad Zaghlul Straße in der Innenstadt von Kairo. Dort kann man die rhythmischen Schläge von Trommeln aus einer offenen Tür am Ende des Blocks hören. Im Makan, einem begnadeten Ort für ägyptische Volkskultur, führt das Mazaher-Ensemble ein Ritual durch. Das Ensemble ist eine der wenigen verbliebenen Gruppen in Ägypten, die Zar Rituale bewahren und aufführen. Die Zeremonie beginnt mit einem hypnotischen Gesang, der bald von verschiedenen traditionellen Instrumenten begleitet wird. Zu ihnen gehören Kawala (Rohrflöte), Sadat (Kastagnetten), Tanboura (Lyra), Mangour (Ledergürtel mit Ziegenhufen) sowie einer Reihe von Trommeln, die eine euphorische, fast spirituelle Erfahrung vermitteln. Die Schamanin Om Sameh, die das Ritual leitet, gehört in Ägypten zu den letzten ,die diese Kunst beherrscht, die wohl bald dem Zeitgeist zum Opfer fallen wird.

Virtuosen aus der Schweiz
Auf der OBWALD-Bühne gab es schon gemeinsame Auftritte einer Obwaldner Jodlerin und einer Mongolischen Sängerin, von Obwaldner und Vietnamesischen Instrumentalisten, einer Muotathaler Juuzerin und einer Georgischen Sängerin. Dieses Jahr kam es erstmals zu innerschweizerischen Begegnungen. So traten die Appenzell Ausserrhoder Waldhüttä- und Setzschuppel und die grossartigen Obwaldner Jodler von Heiterluft sowohl alleine wie auch zusammen auf unserer Bühne auf. Einen gemeinsamen Auftritt gab es auch von den Geschwistern Rymann aus Giswil und von den Zwillingen Schmidig aus Ried im Moutathal. Neben dem jungen, begnadeten Schwyzerörgeli Virtuosen Adrian Würsch mit einem Soloauftritt war das Appenzeller Streichquintett Vielseitig ein weiteres Highlight, fünf junge Frauen aus Appenzell Innerrhoden, die neben ihrer Soloperformance einen gemeinsamen Auftritt mit dem Tarab Quintett aus Ägypten hatten.

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