Szene
Die Urner Band «Anima Dolce» ist am 23. Juli 2022 am Start und unser Geheimtipp!

Urband | Balkonkonzerte

Eine Konzertreihe, die unter dem Motto «Musik. Aus, für und in Uri» ein aussergewöhnliches Line-up auf die Beine stellt.

Die «Balkonkonzerte», wie die «Musik für die Daheimgebliebenen» intern liebevoll genannt wird, haben sich fast schon zum festen Bestandteil im Urner Kultursommer gemausert. Zahlreiche Zuhörer:innen geniessen an den Julisamstagen bei meist bestem Wetter die Konzerte vom Theaterbalkon – so auch im Sommer 2022 von 15 bis 18 Uhr.

Vor sechs Jahren hat Matteo Gisler begonnen, selber Musik zu machen. Irgendwann stellte er fest, dass es zwar noch viele andere Bands in Uri gibt, aber kaum jemand weiss, wann sie auftreten und wo sie spielen. Dem wollte er, der Informatiker, abhelfen und hat zusammen mit Max Wipfli die Webseite www.urband.ch aufgebaut. Die Plattform Urband versammelt über 20 Bands und verschiedene Musikstile, von Rock über Pop, Punk, Blues, Crossover, Brass, Metal, Jazz, Rap, Funk, Indie bis zu Folk. Um ein einigermassen klares Profil zu behalten, gibt es keine Hinweise auf DJs oder klassische Ländlermusik-Formationen. Am Anfang gingen Matteo Gisler und Max Wipfli auf die Bands zu, heute kennen die Urner Bands die Webseite mit dem Anspruch «Musik. Aus, für und in Uri.»

Das Line-up | Musik für die Daheimgebliebenen

Linda Elsener | 2. Juli 2022

Lediglich ein paar Gitarrenklänge und ihre warme, kräftige Stimme reichen aus, um das Publikum zu verzaubern. Die Singer-/Songwriterin Linda Elsener stand in den letzten Jahren auf einigen kleineren, wie auch ganz grossen Bühnen. Im Pop-Folk Genre fühlt sie sich zu Hause. Dabei spielt sie Eigenkompositionen wie auch Covers, auf ihre ganz eigene Art. 2021 war Linda Teilnehmerin bei The Voice of Germany und setzte sich nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit ihrer lockeren und bescheidenen Art durch und belegte im Finale den 4. Platz. Voller neuen Eindrücken und Inspiration, möchte sie sich nun wieder voll und ganz ihrer eigenen Musik widmen und in der Musikwelt weiter aufstreben.

Julian Brown | 9. Juli 2022

Bern – London – Berlin. Schon früh zieht es Julian Brown dorthin, wo die Musik pulsiert. Mit Gitarre, Stimme und Loop-Pedal im Gepäck, verzaubert der 22-jährige Singer/Songwriter sein Publikum auf den Strassen und in den Clubs der grossen Hauptstädte. Inspiriert von der Metropole und mehr noch von der Songwriter-Szene, lässt sich der junge Berner in Berlin nieder. Das hört man seinen Songs an: Sie sind auf einfache Art wunderschön, zart gesungen bis beinahe gehaucht. Sehnsucht und Hoffnung sind sein Kompass auf einer melancholischen Reise, die keine Grenzen kennt.

Yaëlzoë | 16. Juli

Ein Sommertag neigt sich zu Ende, die Tasche wird auf den Gepäckträger gepackt, die Haare sind noch nass vom Baden. Die Wolken vom Abendrot gefärbt und der Fahrtwind streicht über die Wangen. Dazu der eine Song, welcher auf Dauerschleife läuft. Wenn dieser Moment einen eigenen Soundtrack hätte, dann kommt dieser von der Zürcherin «yaëlzoë». Ob komplizierte Romanzen, sexuelle Klischees oder melancholische Nostalgie, yaëlzoë bringt das «Drama» ihres Lebens auf den Punkt. Ehrlicher und direkter Indiepop getragen von einer glasklaren Stimme.

Anima Dolce | 23. Juli 2022

Die Passion am gemeinsamen Musizieren, liess die Freunde in kürzester Zeit zusammenschweissen. Zum Auftakt ihrer Bandgeschichte zeigt sich diese in einer Setlist gefüllt von Soul- und Indie-Covers. Auch eigene Songs finden laufend ihren Weg ins Repertoire. In ihrer Bandküche wird aus gewürzig-groovigen Beats, scharfen Gitarrenriffs, frechen Basslines und jazzigen Keys, abgeschmeckt mit einer Stimme mit Pfiff, ein einmaliges Soundbouquet erschaffen.

Dom Sweden | 30. Juli 2022

Mit seiner Single «Nora» gab der Zürcher Oberländer sein Debut in der Welt des Mundartpops. Seither ist viel passiert. Vor Kurzem gewann er mit seinem neuen Song «Spiel Mitem Füür» den Nachwuchsförderpreis der Swisscom und sein erstes kleines «H»Album soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Schützenhilfe erhielt er bei der Produktion von dem Schweizer Sänger «Baschi» und dessen Produzenten, Phil Merk. Dom Swedens Songs sind poppig und mit sphärischen Sounds untermalt. Dazu gehören eingängige Mundartzeilen und eine Prise Melancholie, welche berühren und zum Nachdenken anregen.

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