Am 20. Juni 2026 macht die Eurovision Song Contest Live Tour Halt im Hallenstadion Zürich. Offiziell ist noch nichts bestätigt – doch die grosse Frage lautet: Welche ehemaligen Schweizer ESC-Teilnehmerinnen könnten in Zürich als Special Guests der Veranstaltung den gewünschten Lokalkolorit geben? Noch sind keine Namen bekannt. Aber der Musikwettbewerb lebt auch von Wiedersehen, Nostalgie und Stars, die geblieben sind – und davon gibt es in der Schweiz einige.
Eurovision Song Contest live in Zürich
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Wer könnte in Zürich auf der Bühne stehen?
Zu den naheliegendsten Namen gehört Nemo, ESC-Sieger:in 2024 und aktuell wohl der angesagteste Schweizer ESC-Name überhaupt. Ein Auftritt in Zürich wäre Heimspiel und Triumphzug zugleich. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Gjon’s Tears (2020/21) mit seiner emotionalen Bühnenpräsenz, Luca Hänni (2019) als Pop- und Show-Profi, Anna Rossinelli(2011) als Herzstück vieler ESC-Erinnerungen sowie Sebalter (2014) mit Geige, Charme und Mitsing-Refrain. Spannend wird es auch bei den Veteraninnen. Sandra Studer, die 1991 als Sandra Simó für die Schweiz antrat, ist bis heute eng mit dem Eurovision verbunden. Letztes Jahr sorgte sie an der Seite von Hazel Brugger mit dem Song MADE IN SWITZERLAND für internationale Furore – ein Auftritt, der viral ging und am 20. Juni im Hallenstadion fast schon Pflicht wäre. Und auch Paola, die 1969 und 1980 für die Schweiz antrat, wäre ein kulturelles Ereignis: weniger Pop-Moment als generationsübergreifender ESC-Geschichte zum Anfassen.
Warum die Schweiz für den ESC ein besonderer Ort ist
Die Schweiz hat im Eurovision Song Contest eine Sonderrolle: Sie hat den Wettbewerb erfunden. 1956 fand in Lugano die erste Ausgabe statt – initiiert nach einer Idee des Schweizer Fernsehdirektors Marcel Bezençon. Und mit Lys Assia stellte die Schweiz nicht nur die Gastgeberin, sondern auch gleich die allererste Gewinnerin der ESC-Geschichte. Gerade deshalb wäre es nur folgerichtig, wenn Zürich diese Geschichte auch auf der Bühne erzählt – mit Schweizer Stimmen aus verschiedenen Generationen. Ob mit Nemo, Sandra Studer, Paola oder einer ganz anderen Überraschung: Am 20. Juni könnte das Hallenstadion zu einem Ort werden, an dem Vergangenheit und Gegenwart des Eurovision aufeinandertreffen.