Klassik

Das StradivariFEST 22/23 dreht sich um den Komponisten Robert Schumann und seine Frau Clara

Insgesamt fünfzehn Konzerten bieten einen breitgefächerten Einblick in Robert Schumanns Kammermusikschaffen.

Nebst Streichquartetten erklingen auch Werke in den Besetzungen vom Klaviertrio bis Klavierquintett. Ein Programm ist den Miniaturen, Fantasien und Märchen gewidmet und natürlich darf gerade bei Schumann der Gesang nicht zu kurz kommen.Die «Klangwellen» erklingen in drei Regionen der Schweiz: Zürichsee, Rhein und Ostschweiz.

Sein Debüt feierte das StradivariQuartett 2007in der Tonhalle Zürich. Seitdem fanden zahlreiche Tourneen und Auftritte in der Schweiz und im Ausland statt. Das Quartett gastierte unter anderem in der Wigmore Hall London, der Philharmonie Berlin, dem Konzerthaus Wien, der Elbphilharmonie Hamburg sowie dem Metropolitan Museum New York, der Kioi Hall Tokyo, der Shanghai Oriental Hall, dem National Center for Performing Arts Beijing, dem Seoul Arts Center und der Victoria Concert Hall Singapore. Weitere Höhepunkte bilden die Einladungen zu den bedeutenden Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Rubinstein Piano Festival in Lodz und dem Schleswig-Holstein Musik Festival.Das Markenzeichen des StradivariQuartetts sind die Konzerte der StradivariFESTe. Rund 60 Konzerte in der Schweiz und im Ausland gibt das Ensemble pro Saison – stets in engem Kontakt und Austausch mit seinem Publikum. Regelmässig fährt das Quartett zudem zusammen mit einer Gruppe von Kammermusikliebhaber:innen an einmalige Orte, um die Musik, das Zusammensein und die Natur und Kultur der Umgebung zu geniessen. So begeistert es für Musik und Kultur auf allerhöchstem Niveau in Zürich, Vevey, Berlin, Wien, Hamburg, Cremona und an diversen anderen Orten.

Das StradivariQuartett verfügt über ein breites Repertoire. Die Musiker:innen konzentrieren sich jedoch zunehmend auf grosse Zyklen: Sie widmen sich jeweils über eine ganze Saison einem Komponisten. Diese besondere Vertiefung ermöglicht eine aussergewöhnliche Intensität. In der Saison 2022/2023 bietet das Ensemble einen Schumann-Zyklus in ausgewählten, besonders prestigeträchtigen «Sternensälen» in der Schweiz sowie an weiteren Orten um den Zürichsee, am Rhein und in der Ostschweiz. Bei diesen Konzerten steht der Komponist mit verschiedenen Facetten im Fokus, die weit über das Streichquartett hinausgehen.
Das StradivariQuartett hat neben CDs mit Werken von Mozart und Schubert zwei Einspielungen mit Schumanns kompletten Streichquartetten sowie seinem monumentalen G-Dur Quartett Nr.15 und seinen beiden Quartettsätzen veröffentlicht. Die Aufnahmen erhielten International Beachtung und wurden von der Fachpresse hoch gelobt. Die aktuellen Programme werden bei ausgewählten Konzerten von «Silent Work GmbH» in 3D-Audio aufgezeichnet.

Schweiz-Tour mit Sternensälen

Ein Konzert wird auch in diesem Jahr in erweiterter Orchesterbesetzung angeboten. So setzt die Diversität im Programm einen Kontrapunkt zur Konstante des Komponistenschwerpunkts. Ein besonderer Glanzpunkt wird in diesem Jahr die Serie der Sternensäle sein, in der die Musiker:innen in den bedeutendsten Kammermusiksälen der Schweiz mit je einem der sechs Programme auftreten. Die Cellistin und Konzertveranstalterin Maja Weber verfolgt zusammen mit den weiteren StradivariMusiker:innen das Ziel, die Kammermusik zu den Menschen zu bringen – und dies mit Erfolg. Was dies gelingen lässt, liegt auf der Hand: die Verbindung von hoher musikalischer Qualität und teilweise ungewohnten und prestigeträchtigen Konzertlokalitäten, welche den Zugang zur Musik erleichtert.

«Préludes» – Konzerteinführungen, Hörtipps und mehr

Namhafte Musikjournalist:innen und Schumann-Expert:innen werden in der kommenden Saison die Tradition fortsetzen und das Publikum beim sogenannten Prélude mit interessanten Informationen auf das Konzertprogramm vorbereiten. Hinzu kommen live von den Musiker:innen gespielte Beispiele, welche die Erklärungen illustrieren. So sind die Préludes ein beschwingter Einstieg ins Konzert und sowohl für Laien als auch für Kenner:innen von grossem Interesse.

Ein Programm zu Clara Schumann

Ganz speziell wird in diesem Jahr sein, dass die StradivariMusiker:innen neben den fünf Programmen mit Werken von Robert Schumann auch ein Programm seiner Frau, der Komponistin Clara Schumann, widmen. Es stehen ein Klaviertrio und Lieder auf dem Programm, die in der Linde Heiden, im Conservatoire de musique de Genève und im Schloss Au zur Aufführung kommen.

«Leuchtturm Schumann» – in Theorie und Praxis

Die Fokussierung auf die Kammermusikwerke eines einzelnen Komponisten macht die Konzertreihe «Klangwelle» von Beginn an einzigartig. Im letzten Jahr fand erstmals unter dem Begriff «Leuchtturm» im Zürcher Florhof ein hochinteressanter und vielbeachteter Begleitanlass statt, der Theorie und Praxis vereint. Im diesjährigen «Leuchtturm Schumann» beleuchten Musiker:innen, Musikwissenschaftler:innen, Journalist:innen und Vertreter:innen von Institutionen unterschiedliche Aspekte von Schumanns Schaffen und dessen Umfeld. Die Veranstaltung mit Gesprächsrunden, Interviews und kommentierten musikalischen Einlagen wendet sich an interessierte Musikliebhaber:innen und Musiker:innen. Wie bei den Konzerten besteht auch bei diesem Stradivari-Anlass die Möglichkeit, mit den Mitwirkenden in persönlichen Kontakt zu treten.

Konzertstreams in 3D

Was in der Not entstanden ist, wird jetzt zu einem festen Bestandteil der «Klangwellen»: Konzertstreams. Diese werden aber nicht in bekannter Stereo-Aufnahmen, sondern gleich in 3D aufgenommen! Mit «Silent Work GmbH» konnte längerfristig ein Streaming-Partner gewonnen werden, welcher die sechs Konzertprogramme in höchster Ton- und Bildqualität auf unserem YouTube-Kanal @majacello streamen wird. Mit Silent Work verbindet uns das Bestreben, durch die Kombination von Live-Konzerten und 3D-Streaming innovative und zukunftsweisende Wege der Musikvermittlung zu entwickeln und erproben. Durch eine musikalisch inspirierte Kameraführung (Bildschnitt) können für alle Zuhörer:innen musikalische Abläufe sichtbarer gemacht werden, was beim Konzertbesuch vor Ort nicht immer möglich ist. Andererseits bleibt für die Konzertbesucher:innen vor Ort jene Atmosphäre erhalten, welche selbst durch herausragende Live-Streams nicht geschaffen werden können.

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