Über achtzig Jahre Geschichte sind kein Ballast, sondern ein Fundament: Mit der 81. Ausgabe wagen die Settimane Musicali Ascona einen selbstbewussten Neustart. Ab September 2026 tritt das renommierte Tessiner Festival als classicAscona auf – klarer profiliert, professioneller organisiert und inhaltlich breiter gedacht. Der neue Name steht für Kontinuität ebenso wie für Erneuerung: höchste künstlerische Qualität, verbunden mit neuen Formaten, neuen Spielorten und einer stärkeren internationalen Ausstrahlung.
classicAscona – ein traditionsreiches Klassik-Event erfindet sich neu
- Publiziert am 5. Februar 2026
Ab Herbst 2026 schlagen die Settimane Musicali Ascona ein neues Kapitel auf: mit internationalem Anspruch und starkem Fokus auf Nachwuchsförderung.
Neue Struktur und klares Festivalprofil
Die Umbenennung markiert eine strategische Weiterentwicklung. Organisation, Kommunikation, Marketing und Sponsoring werden schrittweise professionalisiert, getragen von öffentlichen Institutionen, Stiftungen, Mäzen:innen und privaten Partnern. Mit einem Gesamtbudget von rund 1,7 Millionen Franken will sich classicAscona langfristig als nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Kulturprojekt im Schweizer und europäischen Musikleben verankern.
Ab 2026 übernimmt Christoph Müller die künstlerische Leitung. Das neue Festivalformat ist verdichtet und klar strukturiert: Vom 18. September bis 10. Oktober 2026 finden rund 50 Veranstaltungen an über 20 Spielstätten im Locarnese statt – konzentriert auf drei Wochen und vier Wochenenden. Aus einer Konzertreihe wird ein umfassendes Festival.
Musikalische Exzellenz und neue Öffnungen
Dem Erbe der Settimane Musicali bleibt classicAscona eng verbunden, insbesondere mit den Concerti d’eccellenza an historischen Orten wie dem Collegio Papio in Ascona oder der Kirche San Francesco in Locarno. Erwartet werden führende internationale Ensembles wie Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Camerata Salzburg, Kammerorchester Basel, Orchestra della Svizzera italiana sowie I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis. Gleichzeitig öffnet sich das Festival neuen, interdisziplinären Formaten, die Musik mit Literatur, Kulinarik und Architektur verbinden – an ikonischen Orten der Region wie dem Monte Verità oder der von Mario Botta entworfenen Kirche in Mogno.
Nachwuchs, Academy und internationale Perspektive
Ein zentrales Element des Neuanfangs ist die classicAscona academy & Next Generation. Sie bündelt sieben Ausbildungs- und Förderformate – von Meisterkursen über Chor- und Barockakademien bis zu Open-Air-Konzerten, Jugendprojekten und der Reihe Costellazione giovani für aussergewöhnliche internationale Talente. Prägend sind zudem die drei Artists in Residence: Julia Lezhneva, Vilde Frang und Sol Gabetta. Mit Konzerten, Meisterkursen und intensiver Präsenz schlagen sie die Brücke zwischen internationaler Spitzenklasse und gezielter Nachwuchsförderung – und geben classicAscona ein starkes, zukunftsgerichtetes Profil.