Was genau ist Rausch? Warum streben wir nach ekstatischen Gefühlen und was fasziniert uns so daran? Die Ausstellung untersucht das Phänomen «Rausch» und dessen Auswirkungen. Auf einer multimedialen Reise begegnen die Besucher:innen geschichtlichen Hintergründen sowie den Möglichkeiten und Risiken eines Rausches. Dabei ist die grosse Frage, warum unsere Gesellschaft so widersprüchlich mit diesem Phänomen umgeht.
Warum berauschen wir uns? Die Sonderausstellung «Rausch – Extase – Rush» im Historischen Museum Basel bietet Antworten
- Publiziert am 27. Oktober 2023
Weder verherrlichen noch verteufeln
Das Bedürfnis, sich zu berauschen, scheint ein urmenschliches Bedürfnis zu sein, das zeigen unter anderem der Blick in die Evolution des homo sapiens und in die Geschichte aller Völker und Gesellschaften. Bereits Kinder versetzen sich im Spiel gelegentlich in einen berauschenden Zustand. Später suchen Menschen den Rausch in Mutproben und im Sport, in Musik und Tanz, in der Liebe, der Spiritualität, der Kunst oder im Konsum von Alkohol, Tabak oder psychoaktiven Substanzen. Für Jugendliche sind Rauscherfahrungen besonders reizvoll, doch der Umgang mit Risiken oder verführerischen Tabak- und Alkoholwerbungen ist auch eine enorme Herausforderung.
«Rausch – Extase – Rush» regt dazu an, sich mit dem widersprüchlichen gesellschaftlichen Umgang mit Rauschzuständen auseinanderzusetzen und dabei das eigene Verhalten zu reflektieren. Simon Haller, Kurator und Geschäftsführer von Expoforum, erzählt: «Die Inspiration für die Ausstellung war eine ganz persönliche Herausforderung, nämlich: Wie gehe ich bei meinen Kindern das Thema Rausch unverkrampft an?» Er habe bald gemerkt, dass dies nicht nur für ihn, sondern für viele Eltern und Lehrpersonen schwierig sei. Die sieben einzeln inszenierten Erlebnisräume, die in der interaktiven Ausstellung, die bis am 30. Juni 2024 in der Barfüsserkirche in Basel zu sehen ist, ermöglichen unterschiedliche Zugänge
und bieten damit die Chance zur Aufklärung, ohne zu verherrlichen oder zu verteufeln.