Das Museum der Kulturen Basel widmet sich in der Ausstellung «Die Eule ist pink» der vielschichtigen Welt der Farben. Rund 200 Exponate – von Fasnachtslarven über Batikstoffe bis hin zu bestickten ukrainischen Wyschywanka-Blusen – zeigen, wie Farben hergestellt und genutzt werden und welche Rolle sie in unterschiedlichen Kontexten spielen. Sie erzählen von kulturellen Bedeutungen, politischen Symbolen und persönlichen Erfahrungen.
Die Eule ist pink: Eine Reise durch die Welt der Farben
- Publiziert am 24. April 2026
Programm und Kooperationen
Die Ausstellung bietet interaktive Stationen sowie eine Kreativ-Box, in der Besucher:innen eigene farbige Beiträge gestalten können. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Kindern sowie mit sehbehinderten, blinden, hörbehinderten und gehörlosen Menschen und wurde unterstützt durch die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG), die Emma Schaub Stiftung, die Stiftung Denk an mich, den Swisslos-Fonds Basel-Stadt, die SUKOA AG sowie die Stiftung zur Förderung des MKB.
Blick in die Ausstellung
Die Ausstellung erzählt, warum und wie Farben die Welt und das Leben bunt machen, wobei, wie beim Färben in der Batik-Technik, keine Mühe gescheut wird. Ohne Farbe sind Materialien, Formen und Strukturen zwar sichtbar. Farben jedoch machen den Unterschied: Farben verleihen Dingen das gewisse Etwas, die richtige Kontur, sogar Persönlichkeit. Hinter den Farben steckt aber noch mehr. Mit ihnen bekennen Menschen Farbe: Bunt bestickte weisse Blusen wie die Wyschywanka in der Ukraine wurden etwa zu einem Widerstands- und Solidaritätssymbol. Farben verbinden Menschen und erhalten gesellschaftliche und politische Relevanz. Das rosa mexicano zum Beispiel steht in Mexiko für ein positives Lebensgefühl.
Im Farbrausch
Ob Rot, Gelb, Grün oder Blau, Farben schmücken, schützen, verbreiten Festtagslaune, vertiefen den Glauben oder geben Kraft. Wahrnehmung und Bedeutung können von Farbe zu Farbe, von Mensch zu Mensch und von einem kulturellen Kontext zum anderen unterschiedlich sein. Auch die Farbgewinnung und -herstellung erhält Platz in der Ausstellung. Einst kostbar, können Farbstoffe seit der Mitte des 19. Jahrhunderts künstlich hergestellt werden, was sie günstiger machte und Begehrlichkeiten weckte. Der Wunsch nach Farbenpracht kurbelte den Handel an, der aber mit Kolonialisierung verbunden war und bis heute Folgen für Mensch und Umwelt hat. (Pressetext)