Autor:innen und Fussball – passt das zusammen? Ein österreichischer Philosoph diagnostizierte einst die «Literaturunfähigkeit des runden Leders». Dass sich Literatur und Fussball keineswegs ausschliessen, bewies die Literatur-Nati seit 2006 auf dem Platz. Im Rahmen des woerdz Spoken Word Festivals traf die Schweizer Auswahl im Jubiläumsjahr auf dem Sportplatz des FC Littau zum siebten Mal auf das österreichische Autor:innenfussballteam. arttv.ch hat die tschuttenden Autor:innen begleitet und sich von ihrer Virtuosität auf dem Rasen überzeugt.
WOERDZ – Fussball trifft auf Literatur
Andri Perl und die Schweizer Literatur-Nati traten gleich doppelt an: auf der Bühne und auf dem Rasen!
Publikaiton
Einwürfe und Kopfbälle – Fussballgeschichten der Literatur-Nati | Herausgegeben von Pino Dietiker, Bänz Friedli, Andri Perl und Regula Wenger | ISBN 978-3-907334-52-2 | 206 Seiten
Mit Originalbeiträgen von Wolfgang Bortlik, Demian Cornu, Numa Francillon, Bänz Friedli, Sandra Hughes, Renato Kaiser, Joanna Yulia Kluge, Rolf Lappert, Pedro Lenz, Ueli Mäder, Marianne Meier, Béla Rothenbühler, Stef Stauffer, Patrick Tschan, Regula Wenger und vielen anderen.
Zwischen Wortspiel und Heimspiel
Die Literatur-Nati besteht seit 2006 und verbindet Fussball mit Literatur. Auf dem Rasen spielten die Autor:innen um den Sieg, abseits des Platzes bot das Treffen Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken. Zum 20-jährigen Bestehen veröffentlichte die Literatur-Nati im Knapp Verlag die Anthologie «Einwürfe und Kopfbälle – Fussballgeschichten der Literatur-Nati». Der Band versammelte unveröffentlichte Kurzgeschichten, Lyrik und Spoken-Word-Texte von renommierten Autor:innen und zeigte die literarische Bandbreite und sprachliche Vielfalt der Schweiz. Das runde Leder lieferte den Stoff für Geschichten, die weit über den Spielfeldrand hinausreichten.
Einwürfe und Kopfbälle – Fussballgeschichten der Literatur-Nati
Aktuelle und ehemalige Teammitglieder erzählen in ihren Texten von Tieren im Stadion und dem einsamsten Hooligan der Welt, erinnern sich an die Wiesen ihrer Kindheit und verraten, mit welchem Trick sich die deutsche Nationalelf vielleicht doch noch besiegen lässt. Ivan Ergić, ehemaliger serbischer Nationalspieler und mehrfacher Schweizer Meister mit dem FC Basel, heute Schriftsteller und Theaterautor, beleuchtet in einem Essay die Verwandtschaft von Fussball und Kunst. Peter Bichsel, Ehrencaptain der Literatur-Nati, erklärt in einer Kolumne, warum er Fussball mag: weil man ihn erzählen kann!