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Buchtipp | Zsuzsa Bánk: «Schlafen werden wir später»

Zsuzsa Bánks neuer Roman «Schlafen werden wir später» ist ein intimer Briefwechsel zwischen zwei Frauen Anfang 40, die sich fragen, ob sie die Weichen in ihrem Leben richtig gestellt haben - und zugleich ist er eine Feier der Freund­schaft und des Lebens.

Sinnfragen…
Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit über Annette von Droste-Hülshoff weiter zu kommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit: mit dem Mann, der sie verlassen hat, mit dem Krebs, den sie überwunden geglaubt hat, mit ihrem Vater, der so jung gestorben ist.

und Lebenswelten
Jetzt, mit Anfang 40, liegt die Mitte des Lebens hinter ihnen, sind Lebensweichen gestellt, wichtige Entscheidungen getroffen, ist ein Richtungswechsel nicht mehr vorgesehen. Aber soll das alles gewesen sein? Márta und Johanna schreiben einander E-Mails von grosser Tiefe, Offenheit und Emotionalität. Ganz nach dem Muster des klassischen Briefromans erschliessen sich dem Leser, der Leserin nach und nach die Lebenswelten der Freundinnen Anfang vierzig. Die Weichen sind gestellt und die Frage steht im Raum: Was ist jetzt noch möglich? Denn beiden ist klar: «Schlafen werden wir später».

Zur Autorin
Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman «Der Schwimmer» wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für die Erzählung «Unter Hunden» aus ihrem Erzählungsband «Heißester Sommer» erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschienen ihre Romane «Die hellen Tage» und «Schlafen werden wir später».

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