Die Zuger Künstlerin verbrachte Ende 2025 eine inspirierende Zeit im Artist in Residence-Programm Proyecto' Ace in Buenos Aires. Dort arbeitete sie sowohl mit neuen Drucktechniken und entwickelte auch eine fantasievolle Landschaft aus instabilen Türmen. Diese Werke –zusammen mit ihrem neuen Film «The Tower» – zeigt sie nun im im Kulturhaus Gewürzmühle.
Nina Stähli in der Gewürzmühle
- Publiziert am 12. Januar 2026
Nina Stähli ist eine Schweizer Künstlerin, die in Cham ZG aufwuchs und Schauspiel in Rom sowie Bildhauerei in Zürich studierte. Sie arbeitete viele Jahre im Theater und später als bildende Künstlerin mit internationalen Ausstellungen und Projekten in Berlin, Luzern und inzwischen Mendrisio. Ihre künstlerische Praxis erforscht die menschliche Existenz und gesellschaftliche Themen transmedial, indem sie verschiedene Medien wie Skulptur, Film, Installation, Malerei und Performance kombiniert. Stähli nutzt experimentelle, transdisziplinäre Ansätze, um narrative Kosmen zu schaffen, in denen jede Arbeit zur Gesamterzählung beiträgt. Sie ist weiterhin aktiv und beteiligt sich aktuell an Ausstellungen und künstlerischen Programmen im In‑ und Ausland.
The Tower
Nina Staehli stellt grundlegende Fragen des Menschseins und verbindet dafür viele künstlerische Ausdrucksformen: Skulptur, Film, Installation und Malerei. So entsteht ein ganz eigener ästhetischer Kosmos– eine «Gesamtgeschichte» –, ein offenes Erzählfeld, das aus der künstlerischen Forschung unserer Gegenwart erwächst. Im ihrem Film «The Tower» begegnen wir ikonischen Kopfskulpturen «Big Heads», jenen lebhaften, hybriden Figuren aus Mensch, Tier und Skulptur. Sie erklimmen ein rohes Bauwerk, das sich von einem einfachen Turm in eine Rakete verwandelt. Macht und Verwandlung stehen im Zentrum dieser visuellen Erzählung.
Zwei Gegenspieler
Im Rahmen der Ausstellung von Nina Staehli vertonen die Zuger Musiker Linus Meier und Linus Amstad drei ihrer jüngsten Filme. Musik und Sound haben bekanntllich einen grossen Einfluss auf unsere Wahrnehmung bewegter Bilder. Sie verschieben Stimmungen, Erzählrhythmen und Bedeutungen und können eine Szene fast willkürlich von Zärtlichkeit oder Bedrohung, Stille oder Bewegung vewandeln. Da es Nina Staehlis Filme keine gesprochene Sprache gibt, entsteht alles in der Spannung zwischen Bild und Ton. Die Vertonung von Linus Meier und Linus Amstad wird so zu einem gleichwertigen Partner der Filmerin, zuweilen auch zu ihrem Gegenspieler.
(Textgrundlage: Pressetext)