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Nidwaldner Museum Winkelriedhaus | Liselotte Moser

Ein Künstlerinnenleben zwischen Luzern, Detroit und Stans

Das Nidwaldner Museum widmet der noch wenig bekannten Künstlerin Liselotte Moser die erste Übersichtsausstellung in der Schweiz. Im Depot des Nidwaldner Museums lagert ein Konvolut an fast 300 Werken, das der Öffentlichkeit bisher unzugänglich war. Es handelt sich um eine Dauerleihgabe der Gemeinde Stans, bestehend aus Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen der Künstlerin.

Liselotte Moser wurde 1906 in Luzern geboren und verbrachte ihr Leben zwischen der Zentralschweiz und den USA. Gerade mal zwanzigjährig siedelte sie 1927 nach Detroit um, wo ihre Mutter in der Textilabteilung des Detroiter Kunstinstituts tätig war. Erst 1965, nach dem Tod der Mutter, kehrte Liselotte Moser in die Schweiz zurück. Sie liess sich in Stans nieder und verbrachte hier die letzten achtzehn Jahre ihres Lebens.

Unbekannter künstlerischer Nachlass

Das Nidwaldner Museum widmet Liselotte Moser die erste Übersichtsausstellung in der Schweiz. Ihr Werk ist geprägt vom Amerikanischen Realismus und damit von der Suche nach einer möglichst detailgenauen Wiedergabe der Wirklichkeit. Es sind klassische Genres, die sie beschäftigten. Der künstlerische Nachlass besteht aus zeichnerischen Studien des menschlichen Körpers, zahlreichen Porträts und Selbstporträts, Stillleben und Landschaftsbildern. Teilweise entfernte sich Liselotte Moser aber auch vom Realismus, um sich mit mythologischen Themen oder anderen Stilrichtungen auseinanderzusetzen. Spürbar sind Einflüsse des Surrealismus sowie vereinzelt der abstrakten Kunst. Neben der Detailtreue faszinieren die überraschenden Kompositionen, Bildausschnitte und Blickwinkel, durch die ihr Werk die reine Mimesis übersteigt und einen ebenso persönlichen wie eigenwilligen Charakter erhält.

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