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Nidwaldner Museum | Tina Z’Rotz

Versunken in der Übergangsmasse – so der Titel der Ausstellung der Bildhauerin Tina Z'Rotz in Stans.

Versinken wird man als Besucher trotz der monumentalen Arbeiten nicht. Massive und dunkle wechseln sich hier nämlich mit filigranen und verspielten Werken ab.

Rund um das Atelier
Über das klassische Atelier der Malerinnen und Bildhauerinnen haben Werkstattbeschriebe, Künstlernovellen und Atelierdarstellungen seit der Renaissance informiert. Die Vorstellung vom Atelier als bedeutungsvollem Ort, an dem waghalsige Ideen Gestalt annehmen und sich materialisieren, führte dazu, dass Aussenstehende sich von einem Besuch einiges versprachen. Einerseits war das Bild des Ateliers dazu da, den Geniekult zu feiern, andererseits war der Topos Atelier Anlass, kunsttheoretische Überlegungen hinsichtlich Produktion und Repräsentation zu verhandeln. Tina Z’Rotz entwickelt neue Arbeiten, die das Atelier als historischen Ort künstlerischer Produktion hinterfragen und gekonnt – manchmal spielerisch, bisweilen ironisch – kommentieren.

Versunken in der Übergangsmasse
Die Übergangsmasse entsteht während der Verarbeitung von Ton. Dieses Materialgemisch steht für das Vorübergehende eines nur kurz andauernden Aggregatszustand sowie für das allenfalls Wegfallende eines Prozesses. Die Künstlerin zeigt die performativen Gesten, die zur Entstehung einer Arbeit führen, die traditionellen handwerklichen Techniken und die Verschiebungen des Raumes, die sich durch die bildhauerische Arbeit ergeben.

Tina Z’Rotz
Tina Z’Rotz, 1970 in Stansstad geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet seit 2000 in Basel. Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin in Brienz studierte sie freie Kunst in Luzern und Basel. Sie realisierte Ausstellungen und Screenings in der Schweiz und im Ausland, teilweise in Zusammenarbeit mit Markus Schwander. Im Bereich Kunst am Bau realisierte sie kürzlich ein Projekt für das Museum der Kulturen in Basel.

Zur Ausstellung erscheint das Nidwaldner Kunstheft No 5 mit Ton-Collagen und einem Text der Kuratorin Nadine Wietlisbach.

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