Lange erwartet, jetzt endlich da: Die Kunsthalle Graubünden öffnet ihre Türen und bringt frischen Wind in die Bündner Kunstszene. Zum Auftakt bis Ende Jahr stehen drei Veranstaltungen auf dem Programm: Livia Rita eröffnet mit einer multisensorischen Installation, beim Langen Samstag treffen Performance, Gespräch und Olivenöl-Cocktails aufeinander, bevor Romano Zaugg und Maja Müller den Auftakt im Dezember mit einer eigens entwickelten Arbeit beschliessen. Lokal verankert, zeitgenössisch gedacht und offen für Experimente will die neue Kunsthalle Impulse setzen und Kunst im alpinen Raum neu denken.
Neueröffnung der Kunsthalle Graubünden
- Publiziert am 6. Oktober 2026
Neuer Kunstort mit einer klaren Vision
Die Kunsthalle Graubünden will sich als Ankerpunkt für zeitgenössische Kunst im alpinen Raum etablieren. Als Resonanzraum für die Gegenwart richtet sie den Blick auf gesellschaftliche und ortsspezifische Themen, die sie aus der Perspektive der Kunst befragt und zum Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzung macht. Als Plattform für aufstrebende Künstler:innen, zeitgenössische Kunst und eigenständige kuratorische Konzepte schafft die Kunsthalle einen Raum für Experimente und neue Perspektiven. Hier können Ideen erprobt, Werke entwickelt und unterschiedliche Formen der Begegnung mit Kunst angestossen und diskutiert werden. Präsidiert wird die Kunsthalle Graubünden von den beiden Co-Präsidentinnen Anja Diener und Seraina Peer.
Eine Eröffnung in drei Akten
Mit Livia Rita beginnt der dreiteilige Auftakt der Kunsthalle Graubünden. Die interdisziplinäre Künstlerin verbindet Performance, Klang, bildende Kunst und Fashion. Für die Räume der Kunsthalle entwickelt sie eine raumgreifende Installation, in der Skulptur, Duft, Klang, Video und Performance zu einer multisensorischen Umgebung zusammenfinden.
Ein Teil der Arbeit entsteht im Atelierhaus Bündner Rigi in der Surselva. Moose, Harze und weitere organische Materialien aus dem alpinen Raum Graubündens fliessen in die skulpturale und olfaktorische Arbeit ein. Landschaft und lokale Materialien werden so unmittelbar Teil der Installation.
Einen Monat später kehrt die Künstlerin in die Kunsthalle Graubünden zurück. Mit dem Langen Samstag setzt sich der dreiteilige Auftakt der Kunsthalle Graubünden im November fort. Die im Raum bestehende Installation von Livia Rita wird erneut performativ aktiviert. Romano Zaugg und Maja Müller erweitern den Anlass mit einer Langzeitperformance. Ein Gespräch gibt Einblick in die Kunsthalle Graubünden und ihre bisherige Entwicklung, während Chez Olivia mit eigens kreierten Olivenöl-Cocktails erstmals erlebbar wird.
Im Dezember findet der dreiteilige Auftakt der Kunsthalle Graubünden mit Romano Zaugg und Maja Müller seinen Abschluss. Gemeinsam greifen sie Spuren der vorangegangenen Arbeiten auf und führen diese in einem mehraktigen Geschehen weiter. Die Natur Graubündens wird zum Ausgangspunkt einer sinnlichen Auseinandersetzung mit Geschmack und Geruch. Vertraute Rituale und soziokulturelle Essgewohnheiten werden aufgenommen und in neue Zusammenhänge gestellt. Das gemeinsame Speisen wird zur künstlerischen Handlung und zum Sinnbild für das Entstehen eines neuen Ortes.
