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Museum zu Allerheiligen Schaffhausen | Simone Kappeler

Die grossformatigen Pfauen, die vor einer theatralischen, bühnenartigen Kulisse in ein mystisches nächtliches Licht getaucht sind, erscheinen als stumme Abgesandte einer anderen, rätselhaften Wirklichkeit.

Simone Kappeler, geboren 1952 in Frauenfeld, untersucht seit mehr als dreissig Jahren mit überwiegend analoger Fotografie atmosphärische Befindlichkeiten von Personen und Landschaften, die sie auf ihren kleineren und grösseren Reisen antrifft.

Veränderung der Wirklichkeit
Es sind weder spektakuläre Orte noch dramatische Szenen, sondern die scheinbare Beiläufigkeit des Landschaftlichen, träumerisch abwesende Augenblicke, Lichtstimmungen oder unbewusste Gesten von Menschen unterwegs, welche die Aufmerksamkeit der Künstlerin anziehen. Durch subtile Abstraktionen löst Simone Kappeler die Motive aus ihrer profanen Gegenwart und verleiht ihnen eine magische Überzeitlichkeit. Die Ausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen zeigt erstmals einen konzentrierten Überblick über die wichtigsten Werkphasen der Künstlerin. Dabei öffnet sich ein erstaunlich breites thematisches wie technisches Spektrum. Landschaften sind ebenso vertreten wie Personen oder Tiere, schnappschussartige Momentaufnahmen aus dem Alltag genauso wie Bilder, in denen die Zeit still zu stehen scheint.

Den Moment festhalten
Der Bogen spannt sich von schwarzweissen Fotografien mit einer ausgeprägten Nähe zum Dokumentarischen, bis hin zu farbigen Arbeiten, die sich wie Aquarelle in Licht und Unschärfe atmosphärisch auflösen. In der facettenreichen Vielfalt der fotografischen Arbeit von Simone Kappeler lässt sich ein faszinierender, geradezu traumwandlerisch mäandernder Bilderkosmos entdecken. Gelegentlich streifen melancholische Anflüge die Fotografien und rücken die Frage nach der verrinnenden Zeit und der Endlichkeit unserer Existenz ins Bewusstsein.

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