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Kunstmuseum St.Gallen | Mona Hatoum

Der eigene Körper als Projektionsfläche für soziale wie politische Themen bildete den Ausgangspunkt für das frühe künstlerische Schaffen von Mona Hatoum. Eine eindrückliche Werkschau ist nun in St.Gallen zu sehen, wo Schlüsselwerke auf neue Arbeiten treffen.

Schlüsselwerke und neue Arbeiten
In ihrer ersten Einzelausstellung in einem Schweizer Museum stellt die Künstlerin ihre Schlüsselwerke neuen, eigens für die Ausstellung realisierten Arbeiten gegenüber. Als Tochter palästinensischer Eltern in Beirut geboren, übersetzte sie in den 1980er-Jahren die eigene Erfahrung des Exils und des Fremdseins in radikale Performances. Seit den 1990er-Jahren realisiert sie Skulpturen und Installationen, in denen der abwesende Körper als Metapher für Bedrohung und Verletzlichkeit steht. Klare minimale Formen kontrastieren mit fragilen Materialien, Objekte des Alltags täuschen Behaglichkeit vor, enthüllen aber latente Gefahr. Die von der Künstlerin provozierte Ambivalenz verweist auf Orientierungsverlust an Vertrautem und Fassbarem. In ihren Skulpturen erweitert sie die formalen Möglichkeiten der Minimal Art um die entscheidende Dimension des Politischen und Existentiellen.

Zusammenarbeit mit Textilunternehmen
Für das Kunstmuseum St.Gallen realisiert die Künstlerin eine Reihe neuer Arbeiten in Zusammenarbeit mit Produktionsstätten in der Region. Anlässlich ihres Aufenthaltes in St.Gallen im Mai 2012 besuchte sie das Textilunternehmen Jakob Schlaepfer, das für seine hochwertigen Haute Couture- und Prêt-à-Porter-Stoffe weltweit bekannt ist. Dabei wurde die Idee für eine per Inkjet auf einen mehrlagigen Voile-Stoff übertragene fotografische Arbeit entwickelt.

Zu Mona Hatoum
Mona Hatoum lebt heute in London und Berlin. Sie gilt weithin als eine der herausragenden Künstlerinnen unserer Zeit. 2004 wurde sie mit dem renommierten Roswitha Haftmann-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt sie den Joan-Miró-Preis.

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