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Kunstmuseum St. Gallen | Through the Looking Brain

Die international bedeutende Fotosammlung konzeptueller Fotografie der Zellweger LUWA AG entstand 1990 auf Initiative von Ruedi und Thomas Bechtler. Jetzt ist sie mit herausragenden Werken im Kunstmuseum St.Gallen zu sehen.

Eine Schweizer Sammlung konzeptueller Fotografie
Wenn ein Titel im Englischen derart semantisch zu irritieren vermag, lässt das nur zwei Schlussfolgerungen zu. Wobei die erste, dass es den Verfassern unbewusst unterlief, auszuschliessen ist. Bleibt nur die zweite Möglichkeit: Die Irritation wurde bewusst provoziert. Und genau das ist hier der Fall. Die Verschiebung, die eine Bewegung durch das schauende Gehirn andeutet, will die Aufmerksamkeit auf den Zusammenhang zwischen Sehen und Denken lenken und damit zugleich – im Sinne eines „sehenden Denkens“ – eine Form der visuellen Praxis betonen, die innerhalb der konzeptuellen Fotografie seit den 1970er
Jahren eine Hauptrolle spielt.

Die Fotosammlung der Zellweger Luwa AG
Die Schweizer Sammlung konzeptueller Fotografie verdeutlicht in ihren Schwerpunkten die wesentlichen Momente dieser neuen visuellen Praxis: Die Hinterfragung der Bildaura, die Betonung der apparativen Dimension der Fotografie sowie die damit einhergehende Arbeit in seriellen Zusammenhängen und die systematische Grundlagenforschung über das eigene Medium. Damit markierte die konzeptuelle Fotografie ein deutliche Gegenposition zur klassischen Fotokunst: „Während die innere Logik der Kunstfotografie darauf bestand, dass es eine spezifische Ästhetik des Fotografischen gab, beschäftigten sich die Konzept-Künstler, die in den 60er und 70er Jahren auf Fotografie zurückgriffen, vor allem mit der apparativen Dimension des Mediums, also mit dem Moment einer mechanischen, massenhaft reproduzierbaren Bilderzeugung, die sich völlig den Instrumenten der Konsum- und Massenkultur angeglichen hatte, und über seine kalte Technizität auch die Vermeidung von Subjektivität und Selbstausdruck ermöglichte, der in der Kunstfotografie als unabdingbar galt.“ (Stephan Berg)

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