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Kunstmuseum St. Gallen | Back to the future

Die Neuerwerbungen der Gesellschaft der Freunde bildender Kunst und des Kunstvereins St.Gallen zeigen einen spannenden Querschnitt durch eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst und hochkarätige Altmeister.

Back to the future
Der Titel der erfolgreichen Hollywood-Filmtrilogie steht programmatisch für die Tätigkeit des Kunstmuseums St.Gallen: Die Ausstellungen fühlen künstlerisch den Puls der Zeit. Das findet in der Sammlung seinen Niederschlag, ist es doch eine Kernaufgabe des Museums, signifikante Kunstwerke für die Nachwelt zu sichern. Das gilt insbesondere für die Kunst der Gegenwart. Dass in den vergangenen Jahren die Sammlung gezielt ausgebaut werden konnte, ist auch dem Engagement der beiden Freundeskreise des Museums zu verdanken, dem Kunstverein St.Gallen und der Gesellschaft der Freunde bildender Kunst. Während ersterer aus dem international ausgerichteten Ausstellungsprogramm Werke erwirbt, konzentriert sich letztere auf die Äufnung einer Sammlung Schweizer Kunst. So fanden bedeutende Einzelarbeiten und kleinere Werkgruppen von Bethan Huws (*1961), Christoph Rütimann (*1955), Fabrice Gygi (*1965) oder Christian Vetter (*1970) Eingang in die Museumskollektion. Nachdem die Neuerwerbungen der Gesellschaft der Freunde bildender Kunst 1995 letztmals dem Publikum im Zusammenhang gezeigt wurden, bietet die Ausstellung «Back to the Future» eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen – als Blick zurück, jedoch mit Perspektiven in die Zukunft.

Alte Bekannte – neue Freunde
Für Schweizer Verhältnisse aussergewöhnlich wird die Sammlung des Kunstmuseums St.Gallen nicht nur prospektiv im zeitgenössischen Bereich kontinuierlich erweitert. Erstaunlicherweise durfte gerade die Malerei der Alten Meister in den vergangenen Jahren kunsthistorisch bedeutenden Zuwachs erfahren. So fanden dank grosszügigen privaten Schenkungen neben erlesenen Gemälden des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden – Willem Duyster (1599–1653), Jacob Gerritsz. Cuyp (1594–1652) – auch wertvolle Werke des italienischen Frühbarock – Federico Barocci (1535–1612) – oder des 18. Jahrhunderts – Gaetano Gandolfi (1734–1802) – Eingang in die Museumssammlung. Inzwischen konnte die niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts zu einem eigenen Sammlungsschwerpunkt ausgebaut werden, und das Kunstmuseum St.Gallen wurde in den letzten Jahren zum Ort für die Freunde der Altmeistermalerei. In einer kleinen, aber feinen Studiopräsentation werden im Ostraum des Erdgeschosses die Neueingänge in ihrem kunsthistorischen Kontext erstmals öffentlich präsentiert – gewissermassen als sinnliche Begegnung mit alten Bekannten und (hoffentlich) neuen Freunden.

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