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Kraut | Kunstfestival Luzern

So unerwartet und divers wie Unkraut auftaucht und wieder verschwindet, ist auch dieses Ausstellungsprojekt.

In den Sommermonaten Juli und August werden Kunstschaffende aus Luzern, der Schweiz und dem nahen Ausland jeweils für wenige Stunden diverse öffentliche Orte in Luzern mit künstlerischen Interventionen bespielen. Begleitet werden die Ausstellungen jeweils von eingeladenen Musiker*innen.

Kunst im öffentlichen Raum
Überall in Luzern gibt es unbeachtete Orte, die sich für aussergewöhnliche Ausstellungen eignen. Jeder Ort verfügt über visuelle Qualität und jeder hat einen spezifischen Charakter, auf den mit einer künstlerischen Arbeit – Installation, Malerei, Skulptur, Zeichnung, Fotografie und Performance – reagiert wird. Diese veränderte Situation wiederum dient als Grundlage für eine musikalische und/oder kulinarische Intervention: «Kraut» bringt jeweils eine lokale Künstler*in und eine Künstler*in oder eine Musiker*in aus der Schweiz oder dem Ausland zusammen. Sechs flüchtige Ausstellungen verteilen sich über Juli und August. Denn: Luzern ist zu schön, um im Sommer wegzufahren.

Die Stadt mit neuen Augen sehen
Ob die Talstation der Gütschbahn, die nicht mehr genutzte Telefon-Insel auf dem Helvetiaplatz oder die Süesswinkel-Treppe im Löwengraben. Mit dabei sind dieses Jahr etwa die Künstler Martijn in‘t Veld aus Berlin, Olga Titus aus Winterthur, Toni Parpan aus Valbella oder die Luzerner Musikerin Joan Seiler

Mehrjährige Pflanze
«Kraut» schafft ein Experimentierfeld für die Künstler*innen und Musiker*innen. Deren Werke sind nur für kurze Zeit ausgestellt und es entstehen zufällige Momente, etwa durch Interaktionen mit unvorbereiteten Passant*innen oder ein heftiges Sommergewitter. Diese spontane Anlage erlaubt Ideen, die in einem institutionellen Rahmen oftmals nicht zum Zug kämen. Zudem gelingt es dem Festival, die Hemmschwelle zu senken: Im öffentlichen Raum erschliessen sich die künstlerischen Arbeiten einem breiteren Publikum, es gibt unvorhergesehene Kontakte und einen ungezwungenen Austausch aller Beteiligten. Es werden Orte belebt, ohne die oftmals kritisch hinterfragte Gentrifizierung voran zu treiben. Und schliesslich erlaubt es das Festival auch im Nachhinein, die Stadt und die Region anders zu sehen, als es vor der «Kraut»-Intervention der Fall war. Initiiert wurde das Kunstfestival von den Künstler*innen Esther Leupi, Reto Leuthold, Paul Lipp und der Architektin Alice Busani.

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